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Landesgartenschau: In Erlangen sollen nicht nur Blumen blühen

OB Florian Janik: „Es geht um Stadtentwicklung und Gestaltung“ - 17.10.2016 12:00 Uhr

Auf dem Dach des Parkhauses am Großparkplatz ging Planungsreferent Josef Weber (l.) auf Details zur Landesgartenschau 2024 ein. © Klaus-Dieter Schreiter


Wenn die Universität und Siemens wie geplant weiter in Richtung Südstadt wandern, dann müsse man einen Impuls setzen, um die Innenstadt am Leben zu erhalten, meinte der Oberbürgermeister. Darum solle auf dem Großparkplatz eine innenstadtnahe Mischnutzung entstehen. Dieser neue Stadtteil habe jedoch erst einmal nichts mit der Landesgartenschau zu tun.

Auch dem immer weiter zunehmenden Freizeitdruck müsse man entgegenwirken. Darum solle auf der Wöhrmühlinsel eine stadtnahe Freizeitfläche entstehen. Das habe ebenfalls nichts mit der Landesgartenschau zu tun. Die aber sei eine prima Gelegenheit, um an Fördergelder zu kommen und um beides mitzufinanzieren, vor allem aber um der Stadtentwicklung einen Schub zu geben. „Es geht um Stadtentwicklung und Gestaltung und nicht in erster Linie um sechs Monate lang Blümchen zeigen“.

Anhand der Bewerbungsmappe für die Veranstaltung ging Josef Weber auf dem Dach des Parkhauses am Großparkplatz auf Details ein. Das marode Parkhaus soll demnach zur Blumenhalle werden, nach der Landesgartenschau wird es dann abgerissen. Entlang der A 73 ist ein neues Parkhaus vorgesehen, das auch als Lärmschutz dienen soll. Parkplätze würden dadurch nicht verloren gehen, es würden sogar zusätzliche geschaffen.

Wie die westliche Anfahrt zum Bahnhof geregelt wird, müssten die Planungen noch zeigen. Jedoch benötige man dafür nicht zwei parallel laufende Straßen, wie es jetzt der Fall sei. Der zentrale Busbahnhof könnte laut Weber beispielsweise auf dem Parkplatz westlich der Arcaden entstehen. Susanne Lender-Cassens berichtete zudem aus einem Stadtratsausschuss, in dem besprochen worden sei, ein Fahrradparkhaus an Gleis eins südlich vom Bahnhof und eines an der Paul-Gossen-Straße zu bauen. Bereits ab Februar oder März nächsten Jahres wolle man im Bahnhofsbereich in zweiwöchigem Abstand nicht genutzte Fahrräder entfernen.

Auf der Wöhrmühlinsel erläuterten Weber und Janik den 20 Tour-Teilnehmern die geplante Nutzung des Areals, das komplett der Stadt gehört. Mit dem dortigen Gewerbe sei man bereits im Gespräch, der Jugendclub im ehemaligen Marineheim sei „eigentlich auch mit dabei“. Auch mit den Naturfreunden sei man „ganz ordentlich“ zusammengekommen. Sogar die Erweiterung der Landesgartenschau bis hin zur Thalermühle, wo Gastronomie, Büros und ein Künstlerort entstehen sollen, sei möglich. 

Von einer Frau kam der Vorschlag, auch die Möhrendorfer Wasserräder mit einzubeziehen und die Innenstadt gleichzeitig attraktiver zu machen. Sie schlug vor, mehr Bänke aufzustellen, Fassaden zu begrünen und die Goethestraße so aufzuwerten, dass sie ähnlich attraktiv wie die Schiffstraße wird. „Es ist nicht die Landesgartenschau der Stadtverwaltung, sondern der Bürger“, meinte daraufhin Josef Weber. Alle seien aufgefordert, ihre Ideen einzubringen. Die Planungsprozesse, an denen die Bürger aktiv teilnehmen können, sollen im nächsten Jahr beginnen.

Die Veranstaltung gebe es zwar nicht umsonst, meinte der OB, aber mit den Kosten für das Event selbst komme man „relativ gut hin“ — wenn die Besucherzahlen stimmen. Bei den Kosten für die geplanten Investitionen verwies er auf die zu erwartenden Zuschüssen und auf den Verkaufserlös von der Großparkplatzfläche, die in städtischem Besitz ist. 

kds

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