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Sonntag, 23.09.2018

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Langensendelbacher Rathaus wird saniert

Der Gemeindeverwaltung steht laut Bürgermeister wegen des nötigen Umzugs eine "sportliche Woche" bevor - 10.04.2018 15:00 Uhr

An die Poxdorfer Straße müssen jetzt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung umziehen. Das Langensendelbacher Rathaus wird nämlich grundlegend saniert. © Foto: Karl Heinz Wirth


Insbesondere wird das Rathaus energetisch verbessert und barrierefrei erschlossen. Dafür erwartet die Gemeinde Langensendelbach Zuschüsse aus dem Kommunalinvestitionsprogramm in Höhe von 356 000 Euro. Daneben wurde auch ein Zuschuss aus der Städtebauförderung in Höhe von zirka 150 000 Euro für den Bürgersaal im Dachgeschoss des Rathauses zugesagt.

Der Bewilligungsbescheid wird in den nächsten Tagen erwartet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, wovon die Gemeinde 800 000 Euro zu tragen hat.

Künftig wird es dann einen Aufzug geben: Der Schacht soll im Inneren des Gebäudes entstehen. Des Weiteren wird eine Rampe mit einem Gefälle von 6 Prozent errichtet, Toiletten behindertengerecht umgebaut und die bestehende Heizungsanlage energetisch optimiert. Gleichzeitig ist vorgesehen, den Brandschutz zu verbessern sowie Flucht- und Rettungswege zum Sitzungssaal und den Amtsräumen herzustellen. Neu geschaffen wird ein eigener Raum für Datenschutz nach dem bayerischen E-Government-Gesetz und der europäischen Datenschutz-Grundverordnung. Die Fertigstellung der Sanierung ist für Dezember 2019 geplant.

Die Planung und Durchführung obliegt dem Planungsbüro Sauer und Harrer aus Eggolsheim. "Zuerst muss allerdings noch umgezogen werden", so Geschäftsleiter Bernd Meierhöfer. Die Verwaltung befindet sich dann ab 16. April während der gesamten Umbaumaßnahme in der Poxdorfer Straße 4. Da die Zufahrt sehr eng ist, wird überlegt, ob der Zugang nicht von der Steingasse aus gegenüber dem Trachtenheim erfolgen sollte, da dort auch schon Parkplätze geschaffen wurden. Die Gemeinde konnte durch einen Glücksfall, wie Bürgermeister Oswald Siebenhaar betont, mit Zustimmung des Gemeinderates, zentrumsnah ein ungefähr 2000 qm großes Grundstück mit Villa neben dem Bauhof erwerben.

Dadurch ist es möglich, während der Sanierung des Rathauses die Amtsräume in die Villa auszulagern. Die Bücherei ist zwischenzeitlich schon in die Poxdorfer Straße umgezogen, informierte Meierhöfer. Im Laufe der nächsten Tage wird nun die Verwaltung in die neuen Räume umziehen — tatkräftig unterstützt von den Mitarbeitern des Bauhofs. "Das wird eine sportliche Woche, wenn alles bis zum Freitag fertig sein soll", meint Bürgermeister Siebenhaar.

Auf die Frage, was nach der Fertigstellung des Rathauses mit der Villa geschehen wird, erläutert Siebenhaar: "Wir können noch nicht genau sagen, was wir mit dem Gelände, das zusammen mit dem Bauhof etwa 4300 qm umfasst, machen werden. Im Gemeinderat gibt es verschiedene Vorschläge dazu."

So wurde die Erweiterung des Kindergartens erwähnt, aber auch die Schaffung seniorengerechter Wohnungen mit Betreuungsmöglichkeit vorgeschlagen. "Wir wissen, dass uns der demografische Wandel nicht verschont", hebt der Bürgermeister hervor. Es wäre deshalb wichtig, auch für die ältere Generation Möglichkeiten barrierefreien Wohnraums zu schaffen und anzubieten. Dazu führte man auch schon Gespräche mit verschiedenen Trägern und Investoren. Der Gemeinderat müsse sich mit der Zukunftsgestaltung zeitnah befassen, so Siebenhaar. 

KARL HEINZ WIRTH

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