Montag, 19.11.2018

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Neuer Treffpunkt für alle Generationen in Eckental

Landrat Tritthart überreichte Bürgermeisterin Dölle eine Kachel für den Eingang - 29.04.2018 18:00 Uhr

Fünf Hände und verschiedene Interpretationen: Landrat Alexander Tritthart (3.v.li.) übergibt Bürgermeisterin Ilse Dölle die Tafel für den Eingang - assistiert von Fachkräften der Jugendarbeit. © Scott Johnston


Die Kachel zeigt fünf Hände in unterschiedlichen Farben, über deren Bedeutung der Landrat und die Bürgermeisterin sich eifrig Gedanken machten. Trotz ihrer jeweils unterschiedlichen Interpretation lagen beide genau richtig, was gleichzeitig auch die Bandbreite der neuen Einrichtung verdeutlicht.

So musste Tritthart bei den fünf Händen an die fünf Kontinente denken. Tatsächlich gehört zum Konzept des Familienstützpunkts auch ein Spielenachmittag zusammen mit der Eckentaler Flüchtlingsinitiative Fleck, bei dem kulturelle Unterschiede als Bereicherung erfahren werden.

Mit einem Seitenblick auf den Wickeltisch fielen Ilse Dölle dagegen bei der bunten Eingangstafel die fünf Generationen ein. Neben Säuglingen, Kindern, Jugendlichen und Eltern sind auch die Großeltern im Gleis 3 willkommen. Von diesen war mit Günter Fink gleich ein prominenter Vertreter gekommen. Der frühere 2. Bürgermeister kümmert sich nicht nur um zehn Enkelkinder, sondern war einst auch Chef der Eschenauer Raiffeisenbank und kann sich noch gut an die Raiffeisen-Lagerhalle für Düngemittel erinnern, die vor sechs Jahren zum Jugendzentrum umgebaut worden war.

Um verschiedenen Problemen in den Familien von sozialen Härtefällen, zwischenmenschlichen Konflikten, Schwierigkeiten bei der Erziehung und in der Schule über psychische Belastungen und Suchtkrankheiten bis hin zu Gewalt und Kriminalität frühzeitig zu begegnen und den Betroffenen zu helfen, verankerte der Landkreis 2008 den Fachdienst Familienbildung im Amt für Kinder, Jugend und Familie. Präventive Angebote für die Familien einschließlich einer intensiven Beratung wurden vorangetrieben. Durch die Initiative des bayerischen Sozialministeriums zur Förderung von Familienstützpunkten konnte dieser Bereich weiter ausgebaut werden.

Die Verwaltung des Marktes Eckental und der Gemeinderat überlegten sich wiederum, wie sich das stattliche Gebäude des Gleis 3 optimal auslasten lässt. Schließlich ist der Standort nahe von Gymnasium, Mittelschule, Bahnhof und Mehrgenerationenpark ideal.

Besonderes Café

Da sich bei der Arbeit des Jugendbüros herausstellte, dass es sinnvoll ist, Kinder und Jugendliche möglichst von klein auf zu erreichen und auch entsprechender Bedarf vorhanden war, bot sich der Aufbau von Projekten für die ganze Familie an, auch wenn die zentrale Zielgruppe des Gleis 3 nach wie vor Jugendliche zwischen zwölf und 18 Jahren sind.

Sehr gut angenommen wird bereits das Familiencafé. Hier vermag der Nachwuchs in kleinen Zelten ein Nickerchen einzulegen oder mit Würfeln, Bausteinen und Bällen zu spielen — ergänzt durch Malen und Basteln.

Die Eltern und Großeltern können Kontakte knüpfen und sich über Erziehungsfragen austauschen. Eine Küchenzeile garantiert, dass niemand Hunger oder Durst zu haben braucht. Eltern-Kind-Kurse, Workshops und Informationsveranstaltungen komplettieren den Treffpunkt. 

SCOTT JOHNSTON

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