Dienstag, 13.11.2018

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Sanierungen in Weiher: Ärger über Umleitung ebbt ab

Empörung ist laut Staatlichem Bauamt weniger schlimm als befürchtet - 19.04.2018 06:00 Uhr

Bürgermeister Ruth sowie Lisa Bauersachs und Andreas Eisgruber vom Staatlichen Bauamt (von links) inspizieren die Baustelle in Weiher. © Scott Johnston


Seit Beginn der Arbeiten werde regelmäßig kontrolliert, wie groß die Verkehrsbehinderungen vor allem während der Rushhour ausfallen. Auch der Uttenreuther Bürgermeister Frederic Ruth hat sich die kritischen Stellen immer wieder angesehen und geht weiterhin im Internet bei den Google Maps zu verschiedenen Zeiten auf den Layer (Ebene) "Verkehrslage", wo farblich in unterschiedlichen Graden angezeigt wird, ob der Verkehr gerade fließt oder stockt.

Wie Ruth betont Eisgruber, dass vor der Sperrung für den Durchgangsverkehr wesentlich mehr Bürger bei ihnen wegen der Umfahrungen angerufen hätten als derzeit: "Die Befürchtungen, dass es zu langen Staus kommen würde, haben sich nicht bestätigt. Ohnehin dauert es bei neuen Baustellen eine gewisse Zeit, bis sich die Autofahrer darauf eingestellt haben und sich die Lage normalisiert."

Die Polizei beobachtet ebenfalls die Umleitungsstrecken über Marloffstein und Effeltrich für den Verkehr aus Erlangen sowie über Boxdorf und Kalchreuth für die umgekehrte Richtung. Natürlich habe sich die Frequenz in den zurückliegenden eineinhalb Wochen erhöht, doch bildeten sich keine Schlangen in einem Ausmaß, das nicht mehr zu vertreten sei, berichtet Polizeihauptkommissar Hans Galster, der bei der Inspektion Erlangen-Land für den Bereich "Verkehr" zuständig ist und in engem Kontakt mit seinen Kollegen in Forchheim und Erlangen steht. Danach seien Wartezeiten für Linksabbieger in Effeltrich zwar nicht zu vermeiden, würden sich allerdings auch am Morgen noch in einem akzeptablen Rahmen bewegen.

"Extreme Gefährdung"

Josef Krauthöfer wohnt im Neunkirchener Ortsteil Rosenbach und schildert die dortige Situation wesentlich dramatischer. So werden die engen Straßen nach Marloffstein und Uttenreuth offensichtlich von zahlreichen Autofahrern als Schleichwege benutzt. Besonders bei der unübersichtlichen Ortsdurchfahrt komme es zu einer "extremen Gefährdung und einer stark erhöhten Unfallgefahr". Schließlich gebe es in dem Dorf auch eine hohe Zahl an Kindern.

Frederic Ruth hat auf Uttenreuther Gebiet die Straße nach Rosenbach inspiziert und dort eine Zählstelle einrichten lassen. Momentan würden die Gemeinden, die Landratsämter und die Polizei untersuchen, wie umfangreich die Belastungen durch den Durchgangsverkehr für Rosenbach konkret seien, um zu einem verlässlichen Urteil zu kommen, ob Vorkehrungen zu ergreifen sind.

In Weiher werden für Anlieger kurzfristig Regelungen getroffen, damit sie zu ihren Grundstücken auch an der Hauptstraße kommen. Der Bus für den öffentlichen Nahverkehr kann ebenfalls passieren. Schon allein aufgrund der Sicherheitsbestimmungen sei es freilich unmöglich, den überörtlichen Verkehr durch den Uttenreuther Gemeindeteil zu leiten, heben Andreas Eisgruber und Lisa Bauersachs vom Staatlichen Bauamt hervor.

Momentan wird an der Baustelle die Errichtung der Stützwand für die Böschung entlang der Staatsstraße vorbereitet. Teile der Fahrbahn sind gleichfalls bereits abgefräst.

Bis 4. November soll die Sanierung abgeschlossen sein. Bürgermeister Ruth: "Dann sind die Beeinträchtigungen vorbei und wir können uns über eine Maßnahme freuen, für die wir lange gekämpft haben. Neben Treppenaufgängen, Querungshilfen und Lärmschutz wird auch eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen." 

SCOTT JOHNSTON

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