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Schulbegleitung geht in ERH ins Geld

Jugendhilfe-Etat wächst moderat — Der Jugendhilfeausschuss plädierte einstimmig für das Zahlenwerk - 09.11.2017 18:30 Uhr

Immer mehr Schülerinnen und Schüler bekommen im Rahmen der Inklusion eine Schulbegleitung zugesprochen, wie hier auf unserem Symbolbild. © Foto: Daniel Naupold/dpa


Den Ausgaben von 17,144 Millionen Euro stehen Einnahmen von 6,024 Millionen Euro gegenüber. Somit beträgt der Zuschuss, den der Landkreis zu leisten hat, 11,120 Millionen Euro. Damit wächst die Summe, die der Kreis berappen muss, um rund 500 000 Euro. Die Mehrung um fünf Prozent liegt laut Jugendhilfeplaner Markus Hladik im Durchschnitt der vergangenen Jahre.

Diese Mehrung ergibt sich in den Bereichen Erziehungsbeistandschaften (plus 130 000 Euro), sozialpädagogische Familienhilfen (plus 150 000) und Eingliederungshilfen (plus 280 000) und hier überwiegend Schulbegleitungen, erklärte Jugendamtsleiterin Heike Krahmer dem Gremium. Überhaupt verschlinge die Inklusion gut eine Million Euro. Das bedeute binnen sechs Jahren eine Steigerung um 550 Prozent.

Landrat Alexander Tritthart betonte in seiner kurzen Haushaltsrede, dass Fallsteigerungen und tariferhöhungsbedingte Personalkostensteigerungen eine Erhöhung des Zuschussbedarfs um 495 000 Euro "unumgänglich machen".

Als erfreulich bezeichnete Tritthart, dass "die für 2018 absehbaren Verselbstständigungen und Beendigungen stationärer Hilfe" für junge, volljährige Asylberwerber teils nur noch ambulante Hilfen notwendig machten. Dies wirke sich kostensenkend aus. Gleichwohl bleibe die Versorgung der jungen Volljährigen mit bezahlbarem Wohnraum eine "besondere Herausforderung".

Ebenfalls erfreut nahm der Landrat zur Kenntnis, dass sich offenkundig frühe und ambulante Hilfen fall- und kostenreduzierend in der Heimunterbringung auswirkten. Hierfür seien mit 1,075 Millionen Euro ein Drittel weniger als noch 2017 im Etat angesetzt.

Daher, so Tritthart, würden 2018 auch die präventiven Angebote bedarfsgerecht weitergeführt und teils erweitert. So hatte wenige Minuten vor der Etatrede der Jugendhilfeausschuss beschlossen, auch an der Mittelschule Baiersdorf eine halbe Stelle für Jugendsozialarbeit zu genehmigen. Auch der Kreisjugendring erhält für die Inklusion junger Menschen mit Behinderung und zur Prävention sexualisierter Gewalt eine

Personalmehrung. Überdies soll endlich das Projekt "Schlummern unter Sternen" im Jugendcamp Vestenbergsgreuth realisiert werden. 

dik

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