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Alter Brauch: Lichterprozession in Gößweinstein

Seit einigen Jahren wieder fester Bestandteil an Weihnachten - 27.12.2017 17:31 Uhr

Bei der Lichterprozession erstrahlte Gößweinstein im Dunkeln. © Thomas Weichert


Im vergangenen Jahr blieb sie wegen Bauarbeiten im Dunkeln – die Burg des Ortes. Heuer brannten zumindest auf der Burgmauer wieder zahlreiche Lichter. Die üblichen großen Holzfeuer am Burgberg fehlten. Dafür brannte der gegenüberliegende Aussichtspunkt Gernerfels am Kreuzberg lichterloh – ein Hingucker.

In der Pezoldstraße, den Seitenstraßen entlang des Prozessionszugs und auf der Mauer rund um die Basilika brannten außerdem rund 300 kleinere Feuer. Mit Wachs getränkte Klopapierrollen sorgten für das Lichterspiel. Für die Romantik fehlte aber auch heuer der Schnee.

Die Prozession durch den Wallfahrtsort verlief ruhig und andächtig, angeführt von den Ministranten, dahinter Pfarrer Pater Flavian Michali, der unter dem Baldachin das Allerheiligste durch die Straßen trug und von Fackel, getragen von den Feuerwehrleuten, flankiert wurde. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Musikverein.

Jahrhundertealte Tradition

Alle Gößweinsteiner Vereine sowie Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG), einige Marktgemeinderatsmitglieder sowie Bürgermeister aus den Nachbargemeinden beteiligten sich am Zug. Vorbeter war Ex-Bürgermeister Georg Lang.

Die ewige Anbetung an den beiden Weihnachtsfeiertagen hat eine jahrhundertelange Tradition. Wie aus der Ortschronik hervorgeht, wurde die Prozession im 18. Jahrhundert auch noch von Wallfahrern besucht. Bengalische Leuchtfeuer auf den Fels- und Berghängen rund um den damals schon bekannten Wallfahrtsort rundeten das Geschehen ab. Diese Tradition wurde noch bis Anfang des Zweiten Weltkrieges gepflegt. 

THOMAS WEICHERT

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