Donnerstag, 22.11.2018

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Am Sonntag öffnen Hobbygärtner ihre Türen

Schauen, was die anderen machen: Tag der offenen Gartentür - 20.06.2018 10:00 Uhr

Edmund und Hildegard Kügel mit Hans Schilling in ihrem grünen Stückchen Paradies. © Fotos: Jana Röckelein


Rote Rosen, blaue Veilchen und ganz viel Grün: Am 24. Juni öffnen zum 19. Tag der offenen Gartentür private Gärten im Landkreis Forchheim wieder ihre Pforten für Besucher. So auch Edmund und Hildegard Kügel in Pautzfeld. Seit mehr als 30 Jahren investiert das Ehepaar viel Zeit und Liebe in seinen Hausgarten.

Anfangs hätten sie lediglich eine Hecke gepflanzt, "weil das alle damals gemacht haben", erzählt Hildegard Kügel. Heute ist fast der gesamte Garten angepflanzt: Vom Zitronenbäumchen auf dem Balkon, zu den Weinreben an der Fassade und bis hin zu roten und rosa Rosen im Garten, die einen starken Kontrast zur weißen Hauswand bilden. Ein besonderer Blickfang sind die Verzierungen mit Feldsteinen aus der näheren Umgebung. Das Grundstück selbst ist etwa 1000 Quadratmeter groß, ein Großteil davon entfällt auf dem liebevoll gestalteten Garten.

Von der Straße aus führt ein direkter Weg aus Laub und Häckselmaterial durch den äußeren Teil des Gartens. Links und rechts bahnt sich Efeu seinen Weg. Der schmale Pfad führt an einem verwunschenen Wasserbecken und einer Vogelvoliere vorbei.

Vorn hängt ein Marienbild

"Für mich ist das das Herzstück des Gartens", erzählt Edmund Kügel, der den Pfad vor Jahren selbst angelegt hat. Erst auf den zweiten Blick erkennt man die Details, die den kleinen Pfad ausmachen: vorne hängt ein Marienbild, weiter hinten ein Spiegel mit Inschrift. Alle paar Meter bekommt man einen neuen Blickwinkel auf den Garten.

Der Piepmatz hat auch seinen Platz im gepflegten Kügelschen Garten.


Am Ende des Pfades erstreckt sich ein kleiner Tümpel, ein Vogelbadbecken. Dahinter summt es kräftig: ein Insektenhotel. Bereits im letzten Jahr wurde der Garten für seine naturbelassene und insektenfreundliche Haltung mit dem Nachhaltigkeitspreis des Bund Naturschutz ausgezeichnet. Hans Schilling vom Landratsamt Forchheim hat gemeinsam mit Kollegin Brigitte Wagner die offenen Gärten ausgewählt. "Wir verleihen jährlich den Naturschutzpreis der Raiffeisenbank und sehen dann eine Menge schöner Gärten. Aus diesem Pool wählen wir dann die Gärten aus", erklärt Schilling.

Am Garten der Kügels findet er besonders die "Kombination aus naturbelassenen Elementen und schön angelegtem Garten" interessant. "Jeder Garten für sich hat seinen Reiz und seine Eigenheit", erzählt er und fährt fort, "man hat sonst nie die Möglichkeit, in Privatgärten zu gehen."

Naturbelassen oder aufwendig gepflegt

In diesem Jahr ist am Tag der offenen Gartentür Vielfalt angesagt. Einmal quer durchs Beet präsentieren die ausstellenden Gärten sowohl naturbelassene Gärten als auch aufwendig gepflegte grüne Zimmer.

Im Landkreis Forchheim nehmen vier Gärten teil: In Forchheim präsentiert Katinka Uebel (Von-Hirschberg-Straße 5) ihren naturnah gestalteten Stadtgarten, in Hiltpoltstein wartet mit Gudrun Pöhner (Hinterer Berg 7) ein Hanggarten auf die Besucher, in Pautzfeld der Hausgarten von Edmund und Hildegard Kügel (Hirtenweg 5) und in Gräfenberg wartet die Mittel- und Realschule (Pestalozzistraße 2) mit Wohnungen für Insekten, Fledermäuse, Vögel und Eidechsen auf. Die Gärten haben am 24. Juni von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Eintritt frei. Mehr Bilder unter www.nordbayern.de/forchheim 

JANA RÖCKELEIN

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