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Annafest in Forchheim soll noch sicherer werden

Änderung der Annafestverordnung: Mehr Befugnisse für das Sicherheitspersonal - 17.03.2017 12:08 Uhr

Die Security-Mitarbeiter am Annafest, hier bei einer Lautstärkemessung, bekommen mehr Aufgaben. © Foto: A. Hitschfel


Der Amoklauf in München und die Messerattacke in einem Zug in der Nähe von Würzburg. Das sind Bilder, die niemand so schnell vergisst und Geschehnisse, die auch ihre Schatten auf das Annafest des vergangenen Jahres geworfen haben. Taschen- und Rucksackkontrollen hat man damals aus ebendiesen aktuellen Anlässen durchgeführt. "Das kam gut an, so dass wir auch künftig auf Verdacht am Annafest Taschenkontrollen durchführen werden", erklärt Ordnungsamtsleiter Klaus Backer den Stadträten in der aktuellen Sitzung des Haupt-, Personal- und Kulturausschusses. Wichtig sei überdies, die Annafestverordnung "zeitgemäß anzupassen", so Backer.

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Sicherheit auf dem Annafest

Das Annafest 2016 hätte fast nicht stattgefunden, weil kurz zuvor die Anschläge in München und Ansbach stattgefunden hatten. Ein neues Sicherheitskonzept kam danach im Kellerwald zum Tragen.


Der Grund dafür liegt für Backer auf der Hand: "Vor 15 Jahren, da wurde das Annafest von einem Mitarbeiter betreut. Heute haben wir ein Festbüro am Festgelände." Dort sind die Mitarbeiter des Ordnungsamtes sowohl Ansprechpartner für Polizei und Sicherheitskräfte, als auch für Schausteller und Festbesucher. Hier werden auch die Maßnahmen zum Schutz der Sicherheit der Annafestbesucher wie etwa das Wetter-Frühwarnsystem koordiniert.

Über Funk verbunden

Dies habe jedoch zur Folge, so Backer, dass die Festleitung zu keinen mobilen Kontrolleinsätzen mehr in der Lage sei. Deswegen sei es nötig, dass die helfenden Organe wie der Sicherheitsdienst und auch die Sicherheitswache der Feuerwehr mehr und zusätzliche Befugnisse bekämen, seien sie doch der verlängerte Arm der Festleitung und über Sprechfunk miteinander verbunden. Überdies werde die Sicherheitswache der Feuerwehr, die im vergangenen Jahr mit drei Mann am Annafest vertreten war, aufgestockt.

Auch eine Änderung der Zufahrt auf die Keller sei von Nöten, so Backer. Früher, da war das Befahren des Festgeländes von 13 bis 0.30 Uhr verboten, doch "das ist heute nicht mehr zu verantworten". Ab 11 Uhr, pünktlich zur Frühschoppen- und Essenszeit, so der Vorschlag des Ordnungsamtsleiters, soll künftig der Fahrzeugverkehr verschwinden, um gerade an den besucherstarken Sonntagen die Sicherheit der Annafestgäste zu gewährleisten.

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Eine längere Diskussion entspinnt sich beim Punkt "Verkehr" auf dem Festgelände, bis man sich schlussendlich auf den Passus einigt: "Die Nutzung von Fahrzeugen, die der Fortbewegung von Geh-Behinderten dienen (Rollstühle und Mobilitätshilfen) ist zugelassen."

Einstimmig votieren die Stadträte für die Änderung der Annafestverordnung. Die Verordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung im Amtsblatt in Kraft und gilt dann 20 Jahre. 

BIRGIT HERRNLEBEN

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