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Samstag, 22.09.2018

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Boccia und Leckereien im Kurgarten Egloffstein

Sommerliches Turnier lockte zahlreiche Interessierte - 31.07.2018 14:24 Uhr

Kleine Metallkugeln, eine Sandbahn und ein gutes Auge sind fürs Boccia-Spiel nötig. Im Kurgarten in Egloffstein frönten etwa 30 Interessierte dieser französisch-italienischen Tradition. © Andreas Kummer


"Mensch, das war wohl nichts!" – Das dürfte sich der frühere Bundeskanzler Konrad Adenauer gedacht haben, als er 1958 nach einem Wurf beim Bocciaspielen im italienischen Cadenabbia fotografiert worden war. Und genau dieses bekannte Bild ist es, das eine Stele ziert, die im Kurgarten steht, direkt am Fuße einer kleinen, aber feinen Bocciabahn.

Dass es diese gibt, ist vor allem Verdienst von Henry Haase. Bereits zum dritten Mal hatte der Egloffsteiner, der sich unter anderem in der Bürgerwerkstatt engagiert und als Manager arbeitet, zu einem kleinen Freizeitturnier auf diese Anlage eingeladen.

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Ruhige Kugeln und Hitze: Boccia-Event im Kurgarten in Egloffstein

Am Fuße der hochmittelalterlichen Burg Egloffstein haben Henry Haase und Jutta Porisch im Kurgarten ein Boccia-Spiel organisiert. Bei französischen und italienischen Spezialitäten haben an die 30 Teilnehmer dem Spiel mit den schweren Metallkugeln gefrönt und das Ambiente genossen.


Für die 30 Interessierten, die kamen, stand der sportliche Wettbewerb im Hintergrund. Vielmehr sollte das Bocciaspiel der Begegnung im besonderen Ambientes des Kurgarten dienen, verriet Haase. Für ihn haben sich Haase und die Mitorganisatorin des Boccia-Turniers, Jutta Porisch, besonders eingesetzt. Eng arbeiteten sie dabei mit dem Markt sowie mit der Egloffsteiner Burgherrenfamilie zusammen, welcher der Kurgarten gehört. Ihr Ziel ist klar: Das Kulturangebot des Marktes zu bereichern und den sehenswerten Kurgarten bekannter zu machen.

Süße Leckereien

Bei den Spielerinnen und Spielern des Boccia-Turnieres ging dieses Konzept voll auf. Während die einen vertieft ins Spiel waren, genossen die anderen süße und pikante Leckereien der italienischen und französischen Küche. Großen Spaß am Werfen der silbernen Boccia-Kugeln hatte zum Beispiel Joachim, ein Tourist aus Frankfurt am Main. Zusammen mit seinem Team schlug er sich gut beim Turnier, in dem es im Wesentlichen darum geht, seine eigenen Boccia-Kugeln von einem festgelegten Abspielpunkt möglichst nahe an eine kleine Zielkugel zu werfen.

Unterstützung in ihrem Einsatz für den Kurgarten bekamen Jutta Porisch und Henry Haase auch von den Absolventen des Ebermannstädter Gymnasiums. Die beiden Studentinnen Jana Keller und Fiona Porisch, einst Sprecherinnen des Abi-Jahrgangs 2017, spendeten fast 2500 Euro für den Kurgarten. Das Geld war von ihren Mitschülern durch Pausenverkäufe und die Einnahmen beim Abschlussball erwirtschaftet worden.

"Von dem Geld wurden ein Sitzfahrrad und ein drehbares Waldsofa aus Holz angeschafft", erzählten die jungen Frauen, ehe sie wieder mit Henry Haase und Jutta Porisch Position an der Boccia-Bahn bezogen und sich ihren Gästen widmeten. 

ANDREAS KUMMER

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