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Chorakademie Weißenohe: "Wir kriegen das hin"

Festakt zur Planvorlage — Vorsitzender des Preisgerichtes führte durch die Ausstellung - 14.06.2017 09:57 Uhr

Hartmut Niederwöhrmeier vom Nürnberger Architektenbüro Niederwöhrmeier + Kief erläuterte den Besuchern die geplanten Konzepte für die Chorakademie.. © Rolf Riedel


In einem kleinen Festakt nach einem gemeinsamen Besuch des Gottesdienstes konnte der stolze Bürgermeister Rudolf Braun nun die neue Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz erstmals in Weißenohe begrüßen. Auch Landrat Hermann Ulm und die Bundestagsabgeordnete Silke Launert (CSU), Nachfolgerin von Hartmut Koschyk, die man inzwischen als Zweite Vorsitzende des Fördervereins der Chorakademie gewinnen konnte, waren gekommen. Zudem der Vizepräsident des Bayerischen Landtags Peter Meyer (FW) aus Hummeltal sowie die Stimmkreis-Abgeordneten Michael Hofmann (CSU), Thorsten Glauber (FW) aus dem Landkreis Forchheim und Walter Nussel (CSU) aus dem Landkreis Erlangen/Höchstadt.

Braun stellte Professor Hartmut Niederwöhrmeier aus Nürnberg als Vorsitzenden des Preisgerichtes vor, "der uns in einer Marathonsitzung von nahezu 14 Stunden souverän zu den Entscheidungen begleitete und anschließend als fachlicher Beistand durch die Ausstellung führen wird".

Braun betonte, "dass die Veranstaltung auch weiterhin als Bürgerbeteiligung gedacht ist, die noch bis zum nächsten Sonntag fortgeführt wird". Deshalb bleibt die Ausstellung jeden Tag von 14 bis 16 Uhr geöffnet. "Für Rückmeldungen, Anregungen, Ideen und Vorschläge ist immer noch Zeit", meinte der Bürgermeister. Braun informierte darüber, dass, um alle Pläne und Ideen der beteiligten Architekten vollständig zu erfassen und zu verstehen, es einiger Besichtigungen bedürfe. Auch das Preisgericht, so Braun, hätte "gefühlte" zehn Rundgänge benötigt.

Zweigeteilter Wettbewerb

Erschwerend ist dabei, dass es sich um einen zweigeteilten Wettbewerb handelt, mit einem städtebaulichen Teil, der nahezu den gesamten Innenort von Weißenohe mit einer neu zu ordnenden Fläche von rund 2,5 Hektar umfasst und andererseits mit einem hochbaulichen Realisierungswettbewerb und dessen erster Umsetzungsmaßnahme, der Revitalisierung des ehemaligen Benediktinerklosters zum Chorzentrum Franken.

"Als Indiz für die Komplexität der Aufgabe sehen wir auch, dass sich von zunächst 25 beteiligten Architekturbüros aus ganz Deutschland letztendlich nur 13 an die Aufgabe wagten", so der Bürgermeister.

Danach führte Niederwöhrmeier durch die Ausstellung. Interessant erscheint dabei, dass sich drei Architekturbüros für die Ausführung qualifizieren konnten und sich bei den Aufgaben unterschiedlich platzierten. So erhielten die Architekten Bär, Stadelmann, Stöcker in Nürnberg den ersten Platz beim Städtebaukonzept und den dritten Platz beim Hochbau. Die Architekten Anderhalten aus Berlin nehmen in beiden Aufgaben jeweils den zweiten Platz ein, die Architekten Hirner und Riehl aus München den dritten Platz beim Städtebaukonzept und den ersten Platz beim Hochbaukonzept. Für den Städtebau waren 20 000 Euro, für den Hochbau 50 000 Euro als Gesamt-Preisgeld ausgelobt.

Brauerei berücksichtigt

Entscheidend für die Entscheidung war auch, dass das gesamte Brauereiareal in dem Gesamtentwurf in allen Belangen mit berücksichtigt sein sollte. Regierungspräsidentin Piwernetz erwarb einen Baustein und versprach dem Bürgermeister, sich die Aussage des Innenministers – "Wir kriegen das hin" – zur Motivation zu nehmen.

Im Innenhof des Klosters hatten Klostergastwirt Frank Sandner und sein Team dafür gesorgt, dass sich die Besucher bei Getränken und Imbiss erfrischen konnten. Die Lillachtaler Musiker umrahmten die Veranstaltung musikalisch. 

ROLF RIEDEL

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