Dienstag, 20.11.2018

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Der perfekte Christbaum muss zehn Jahre wachsen

Daniel Singer baut in Hausen auf 3,5 Hektar Christbäume an - 08.11.2018 09:00 Uhr

Daniel Singer in seiner Hausener Christbaum-Kultur. © Roland Huber


Herr Singer, ab 5. Dezember läuten Sie die Weihnachtssaison ein. Woher kommen denn Ihre Bäume?

Daniel Singer: Wir haben in Hausen eine Christbaum-Plantage mit mehreren Feldern und bauen auf rund 3,5 Hektar Weihnachtsbäume an. 90 Prozent davon sind Nordmanntannen, die sind bei den Kunden sehr beliebt, dann haben wir auch noch Rotfichte und Blaufichte im Angebot und Schwarzkiefer, die schätzen viele Kunden wegen ihres Dufts.

 

Die Produktionszeit für einen Christbaum ist ja ziemlich lange

Daniel Singer: Das stimmt. Da muss man quasi zehn Jahre im Voraus planen, wenn man davon ausgeht, dass ein zwei Meter hoher Baum erst mal acht bis zehn Jahre wachsen muss. Es gibt Baumschulen, die spezialisieren sich ausschließlich auf Christbaumsetzlinge. Wir beziehen unsere Setzlinge seit Jahren aus dem Sauerland und setzen sie wurzelnackt frisch aufs Feld.

 

Hat denn der Supersommer in diesem Jahr auch direkt oder indirekt Auswirkungen auf den Christbaum?

Daniel Singer: Gerade wenn man neue Bäume gepflanzt hat, war die große Hitze natürlich ganz schlecht. Da musste man jeden zweiten Tag gießen und hatte trotzdem manchmal einen Totalausfall. Sind die Bäume älter als ein Jahr, dann suchen sie sich das Wasser selbst. Durch die große Hitze sind die Bäume heuer nicht soviel gewachsen, im Gegensatz zum vergangenen Jahr, das ein echtes Wuchsjahr war und die Bäume in die Höhe schießen ließ. Die Kunden bevorzugen kompakte Bäume mit dichtem Wuchs. Teurer werden bei uns die Bäume in diesem Jahr übrigens nicht. Für einen raumhohen Christbaum in guter Qualität zahlt man rund 45 Euro. Aber dafür weiß der Kunde auch, wo der Baum herkommt, der nicht tausende von Kilometern quer durch Europa transportiert wurde. Ich bin überzeugt vom Regionalen. 

Birgit Herrnleben Nordbayerische Nachrichten Forchheim E-Mail

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