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Der Reuther Kuckuck hat seinen Platz gefunden

Ortsvereine und Heimatverein Forchheim haben das Denkmal mit der Skulptur finanziert - 20.10.2016 19:12 Uhr

Nach der Enthüllung: Die Reuther sind stolz auf das Denkmal, auf dessen Spitze der Kuckuck thront. © Heidi Amon


Dieter George, der Vorsitzende des Heimatvereins Forchheim, übergibt im Auftrag der Reuther Ortsvereine und namens des Heimatvereins offiziell das Denkmal an die Stadt. Die Reuther Bläser unter Roland Wölfel und die Sänger der „Eintracht Reuth“ mit Erich Staab stimmen den Festakt ein und die Vereins- und Fahnenabordnungen hatten sich aufgereiht. Für einen problemlosen Ablauf der Festlichkeit hatte die örtliche Feuerwehr gesorgt, die auch den Festplatz ausleuchtete.

Dann der große Augenblick: Bürgermeister Franz Streit, Dieter George und der Künstler Reinhard Eiber enthüllen das Denkmal. Und man sieht sie erstmals, die berühmteste Persönlichkeit von Reuth, den Reuther Kuckuck: Eine über zwei Meter hohe Stele aus einheimischem Granit aus dem Fichtelgebirge, obenauf der einen Meter große Kuckuck aus Bronze. Darunter eine Schrifttafel mit Erläuterungen. Daneben eine Bronze-Erinnerungstafel über Stifter und Künstler.

Gestaltet hat das Kunstwerk der akademische Bildhauer Reinhard Eiber aus Feucht, dem „eine meisterliche Darstellung gelungen sei“, so Franz Streit. Seinen Platz fand der „Reuther Kuckuck“, wie sollte es anders sein, im Herzen von Reuth, auf der Grünanlage an der Reuther Straße, Ecke Auffahrt zur Reuther Hut, unter der großen Dorflinde.

Als das weiße Tuch fiel, ging für die Reutherin Elke Köppel ein Wunsch in Erfüllung. „Ich bin überglücklich und stolz, dass Reuth nun seinen Kuckuck hat“. Die plastische Darstellung des Vogels beruht auf einer Idee und Initiative der Reuther Ortsvereine mit Elke Köppel an der Spitze. Ihr wurde an diesem Tag besonders gedankt. Franz Streit betonte: „das örtliche Vereinsleben in Reuth soll und muss so bleiben“. Elke Köppel: „Es hat doch eigentlich jeder Ort sein Wahrzeichen.“ Deshalb wandte man sich an den Heimatverein, der das Projekt organisatorisch und finanziell unterstützte. Die Reuther Vereine gaben 2300 Euro.

Über den „Reuther Kuckuck“ war von Dieter George viel Wissenswertes zu hören. Der Kuckuck ist eine Symbolfigur der Reuther Stückla. Die Reuther Stückla sind ein Schwankzyklus Frankens, vergleichbar etwa mit den Eulenspiegeleien aus Norddeutschland. Der Volkskundler J.F. Bronner hat die Geschichten gesammelt und 1911 veröffentlicht, die später von Hans Jann nacherzählt und so einer breiten Öffentlichkeit geläufig wurden. Wie ein roter Faden zieht sich der Kuckuck durch die Episoden.

Doch wie kamen die Reuther zu ihrem Kuckuck und wie ist der Kuckuck zu deuten? „Ich sehe ihn in diesem Zusammenhang als ein Symbol der Heimat. Eine Heimat, die zu verloren gehen drohte und die man doch so gerne festhalten möchte“, so George. Im Festzug ging es zur Nachfeier ins Feuerwehrhaus. 

HEIDI AMON

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