Dienstag, 13.11.2018

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Egloffstein: Busbahnhof wird im Oktober fertig

Behindertengerecht und fortschrittlich: Ort nimmt Vorreiterrolle ein - 30.08.2018 09:00 Uhr

Kathrin Peschke vom Fachbereich Öffentlicher Personennahverkehr, Landrat Hermann Ulm und Bürgermeister Stefan Förtsch (v. li.) im Gespräch mit Planer Max Brust. © Foto: Rolf Riedel


Fährt man von Gräfenberg auf der Kreisstraße in Richtung Ebermannstadt, fällt einem die große Baustelle an der Kurve am Ortseingang auf. Dort sind seit Monaten umfangreiche Straßenbauarbeiten am ehemaligen "Wanderparkplatz" zu sehen. Entstehen wird hier der erste zentrale Busumsteigebahnhof, auf dem verschiedene Linien sich kreuzen.

Das sind die Regionalbusse 222 aus Forchheim, 226 aus Gößweinstein, die sogenannte "Trubachlinie" 229 und die Linie 235 von Ebermannstadt-Hundshaupten, die "Wildpark"-Linie. Die bisherigen Haltestellen bleiben unverändert erhalten.

Das Besondere am neuen Busumstieg ist die absolute Barrierefreiheit sowie der Zugang über Querungshilfen, die Belange behinderter und anderer Menschen mit Mobilitätsbeeinträchtigungen berücksichtigt. Durch spezielle Pflasterungen können sehbehinderte Menschen den Übergang leichter finden und somit die Straße gefahrloser überqueren.

Auch an die Querung durch Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollatoren wurde gedacht. Mittels besonderer Rand- und Grenzsteine können die Busse direkt an den Einstieg heranfahren, so dass ein Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe den Einstieg in den Bus bewältigen kann. Insgesamt wird die Maßnahme etwa 650 000 Euro kosten, eine Förderung von 50 Prozent erleichtert das Vorhaben, den Rest teilen sich der Markt Egloffstein und der Landkreis Forchheim (wir berichteten).

Bauträger bleibt der Markt Egloffstein, der in der inneren Insel 17 Parkplätze anlegt, davon zwei für Behinderte und zwei als Elektroladeplatz, die von einer Ladesäule gespeist werden können. Daneben entsteht noch ein Parkplatz für ein Wohnmobil.

Vorsorglich gesichert

Auch 24 Fahrräder und fünf Motorräder finden Platz auf der eigens ausgewiesenen Stellfläche. Der neue Busumsteigebahnhof erhält eine Zu- und eine Abfahrt, über die der Verkehr Anschluss an die Kreisstraße angeschlossen wird. Die gleich daneben liegende Fläche wurde vorsorglich schon vom Markt erworben um später notwendig werdende Parkplätze zu erstellen.

Vorerst kann auch der vorhandene Parkplatz an der Talstraße weiter zum Abstellen von Kraftfahrzeugen, hauptsächlich an den Wochenenden und an Feiertagen, benutzt werden. Diese Form des Zusammenwirkens einer Kommune mit dem Landkreis ist erstmalig, Egloffstein kommt damit eine besondere Bedeutung im Oberland zu.

Im Wartebereich wird eine transparente Anlage errichtet, die etwa sieben mal zehn Meter groß die Busein- und -aussteiger vor Witterungsunbilden schützen soll. Wie der verantwortliche Planungsingenieur Max Brust von der Firma Weyrauther aus Bamberg informierte, soll der neue Busbahnhof noch im Oktober dieses Jahres in Betrieb gehen. Weitere Umsteigebahnhöfe sind in Ebermannstadt und in Gräfenberg vorgesehen. 

ROLF RIEDEL

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