Freitag, 16.11.2018

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Ein fünf Hektar großer Solarpark in Walkersbrunn

Sonnige Aussichten für den Gräfenberger Stadtteil - 26.10.2017 12:46 Uhr

Die Bundesnetzagentur gab ihr Okay für einen Solarpark in Walkersbrunn (hier ein Bild von einer anderen Anlage). Drei Meter hoch werden dort die einzelnen Module, die künftig die Sonne einfangen sollen. © Karl-Josef Hildenbrand (dpa)


Bereits im März 2016 hatte der Gräfenberger Stadtrat grünes Licht für eine Änderung des Flächennutzungsplans nordwestlich von Guttenburg gegeben und damit den Weg für die Ingolstädter Firma Anumar geebnet.

Alle neuen Solarfelder entstehen nördlich der Donau, mit einem Schwerpunkt in Oberfranken und der Oberpfalz. So entstehen neben dem Solarfeld in Walkersbrunn zum Beispiel auch zwei Solarparks in Parsberg (Kreis Neumarkt) und Presseck (Kreis Kulmbach), drei Freiflächenanlagen sind in Döhlau (Kreis Hof) geplant.

Die Ausschreibungen der Bundesnetzagentur ersetzen die früher üblichen festen Einspeisevergütungen für Solarstrom. Nur die Anbieter, die den Strom am billigsten liefern, bekommen auch den Zuschlag, wie die Firma Anumar vergangene Woche im Fall von Walkersbrunn. „Wir stehen jetzt am Anfang vom Genehmigungsverfahren“, bestätigt Geschäftsführer Andreas Klier in einem Telefonat mit den Nordbayerischen Nachrichten.
Auf vier Flurstücken bei Walkersbrunn soll auf einer Fläche von knapp fünf Hektar ein Solarpark entstehen. Dafür werden die einzelnen Sonnen-Module auf Stelzen aufgestellt, die Module werden dazu nach Süden ausgerichtet, um möglichst viel Sonnenenergie einzufangen. Rund 1500 Haushalte könne man rein rechnerisch damit mit Energie versorgen, rechnet Andreas Klier vor. Die Bauhöhe der einzelnen Platten liegt bei rund drei Metern. Die dafür benötigte Ackerfläche wird dafür von Anumar gepachtet, geplant ist ein Zeitraum von rund 30 Jahren.

Weil es auch immer wieder Kritik an den Solarzellen auf dem Acker gibt, wegen der Optik und weil sie Ackerland beanspruchen, das der Landwirtschaft fehlt, erlaubt die bayerische Verordnung maximal 30 Solarparks jährlich. Dabei kommen nur landwirtschaftlich benachteiligte Gebiete mit schlechten Böden zum Zuge, um auszuschließen, dass auf besten Ackerböden künftig Solarzellen sprießen. Doch bevor die ersten Bauarbeiten an der Freiflächen-Photovoltaik-Anlage Walkersbrunn starten können, muss erst das Genehmigungsverfahren durchlaufen werden, anschließend muss noch der Gräfenberger Stadtrat sein Okay geben. 

Birgit Herrnleben

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