Donnerstag, 13.12.2018

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Forchheims Herder-Gymnasiasten haben Grün gewählt

Juniorwahl: Bei den Jugendlichen holt Emmerich Huber Direktmandat - 14.10.2018 17:30 Uhr

Die Juniorwahl simulierte die „echte“ Landtagswahl bis ins Detail: Von der Zustellung der Wahlbenachrichtigungen bis zum Auszählen der Stimmen nach der Schließung des Wahllokals. © Foto: Gabriele Nägel


Die Juniorwahl, die auf Anregung des Mainzer Politikwissenschaftlers Professor Jürgen Falter entstand, ist seit 1999 ein bundesweites Schulprojekt, das zu Europa-, Bundestags- und Landtagswahlen durchgeführt wird. Ziele der Juniorwahl sind, das Interesse für Politik bei den Jugendlichen zu wecken und Demokratie zu üben und zu erlernen.

Am Herder-Gymnasium fand nach 2013 und 2017 nun bereits zum dritten Mal die "Juniorwahl" statt. Im Vorfeld setzten sich vor allem die Schülerinnen und Schüler der zehnten Klassen im Sozialkundeunterricht mit dem Thema Wahlen auseinander. Auch das bayerische Wahlsystem stand dabei im Mittelpunkt des Unterrichts.

Stimmzettel ausgeteilt

Am Donnerstag und Freitag wurde dann die Wahl simuliert. Wie bei der echten Landtagswahl suchten die Schülerinnen und Schüler der Klassen zehn bis zwölf mit Wahlbenachrichtigungen und Ausweis versehen das Wahllokal auf.

Wahlhelfer aus den einzelnen Klassen sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Wahl: Sie hatten eigens Wahlverzeichnisse angelegt, gaben Stimmzettel aus und beaufsichtigten auch die Stimmabgabe an der Wahlurne.

Nach Schließung des Wahllokals, am Freitag um 12.25 Uhr, zählten die Wahlhelfer unter Anleitung ihrer Geschichts- und Sozialkundelehrerinnen die Stimmen aus.

Von den 266 wahlberechtigten Schülerinnen und Schülern gaben 247 ihre Stimme ab. Damit lag die Wahlbeteiligung bei 92,9 Prozent. Aus der Wahl ging der Landtagskandidat der Grünen, Emmerich Huber, mit 28,9 Prozent der Stimmen als Sieger hervor. Ihn wählten 71 Schüler.

Mit fast zehn Prozentpunkten weniger Stimmanteil folgte ihm Thorsten Glauber von den Freien Wählern. Er kam 47 Stimmen und damit auf 19,1 Prozent.

SPD-Kandidat auf Platz vier

Michael Hofmann von der CSU kam bei den Jugendlichen mit 18,3 Prozent (45 stimmen) auf Platz drei. 36 Schüler und damit 14,6 Prozent machten ihr Kreuzchen bei Atila Karabag von der SPD.

Im einstelligen Bereich rangierten schließlich der FDP-Kandidat Sebastian Körber (8,1 Prozent) vor Willfried Pätzke von den Linken (3,7 Prozent) und Manuela Forster von der ÖDP (3,7 Prozent).

Nur fünf Schüler stimmten für Dominik Pflaum von der AfD (zwei Prozent), nur vier für Thorsten Voß von der Bayern Partei (1,6 Prozent). 

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