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Gräfenberger singen "Pack die Badehose ein"

Hallenbad wird im Hinblick auf wichtigen Schulschwimmunterricht neu gebaut oder mindestens saniert - 24.11.2017 18:07 Uhr

Hier darf auch in Zukunft geplanscht werden und darüber macht dann der eine oder andere sein goldenes Schwimmabzeichen und springt lässig vom Dreier. Das Gräfenberger Hallenbad wird glücklicherweise saniert. © Foto: Rolf Riedel


Immer weniger Kinder können schwimmen, aber immer mehr Hallenbäder werden geschlossen. Auch das Gräfenberger Hallenbad muss saniert werden, daran geht kein Weg vorbei. Das Bad gehört der Stadt Gräfenberg, ist noch in Hand eines privaten Betreibers. Ob es das bleibt oder die Stadt wieder den Betrieb übernimmt, ist noch nicht geklärt.

Angesichts der Schwimmbad-Stilllegungen in Gößweinstein und in Kirchehrenbach nutzen das Gräfenberger Hallenbad auch andere Schulen aus dem Landkreis Forchheim für die Schulschwimmstunden. Auch die Grundschüler aus Igensdorf und Weißenohe.

Nun war es Thema der Schulverbandssitzung. Gräfenbergs Bürgermeister Hans-Jürgen Nekolla erklärte seinen Amtskollegen das Vorhaben. Jeder Versuch, für diese Schüler ein Ausweichhallenbad zu finden, würde an der weiten Strecke scheitern. Gräfenberg könne einen Radius von 25 Kilometer abdecken, meinte der Gräfenberger.

Um den Betrieb aufrecht zu erhalten, sei die Generalsanierung oder sogar ein Neubau notwendig. Bürgermeister Nekolla hat auch an andere Mitbenutzer ein Schreiben gerichtet, weil man Klarheit brauche. Eine Machbarkeitsstudie wird gerade durchgeführt.

Zuvor wurde sondiert, ob andere Hallenbäder Kapazitäten frei hätten. In Spardorf, Lauf an der Pegnitz, Forchheim, Ebermannstadt und Pottenstein wurde nachgefragt. Das Ergebnis: Nur Pottenstein wäre noch aufnahmefähig. Dieses Schwimmbad Es ist aber zu weit weg für Igensdorfer und Weißenoher Schüler. "Eine Schließung des Gräfenberger Hallenbads würde zu Verlusten der Schwimmfähigkeit unserer Schulkinder führen", ist sich Nekolla sicher. Die Nichtschwimmerrate konnte bei den Schwimmpartnerschulen auf zwei Prozent gesenkt werden. Doch ohne staatlichem Zuschuss geht gar nichts. Die ersten Gespräche mit der Regierung verliefen laut Nekolla positiv, seien jedoch an Bedingungen geknüpft.

Hier kommen nun die Kommunen des Schulverbands ins Spiel, denn die Regierung möchte eine verbindliche Aussage, wonach künftig der Schwimmunterricht im Gräfenberger Hallenbad stattfindet. Aufgrund förderrechtlicher Vorgaben ist eine 25-jährige Bindung notwendig. Das muss durch einen Gremiumsbeschluss dokumentiert sein, weshalb der Schulverband zustimmen sollte.

Kurze Fahrtstrecke

Nekolla machte noch auf einen anderen Vorteil des Schwimmunterrichts in Gräfenberg aufmerksam, sehe er doch durch die Nutzung des Bades von sechs mittelfränkischen Grund- und Mittelschulen die Möglichkeit, ein gemeinsames Betreibermodell durchzuführen. Als Fördervoraussetzung für einen Ersatzneubau fürs Schulschwimmen müssen 60 Schulklassen dort Schwimmunterricht nehmen. Diese verbindliche Zusage für die nächsten 25 Jahre sollte nun der Schulverband geben, was den Schülern in jedem Fall die langen Fahrtstrecken erspare und vielleicht keinen effektiven Schwimmunterricht mehr zulasse.

Zudem sei eine Rekommunalisierung des Betriebs angestrebt, sodass bei Übernahme eine Kostenreduktion in Aussicht gestellt würde. Einstimmung wurde vom Schulverband der Schwimmunterricht in Gräfenberg für die nächsten 25 Jahre zugesagt. 

PETRA MALBRICH

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