Dienstag, 16.10.2018

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Igensdorf: "Goldner Stern" wird abgerissen

Traditionswirtshaus weicht einem Mehrfamilienwohnhaus — Erinnerung an viele große Hochzeiten - 28.11.2017 08:00 Uhr

Die ehemalige Gastwirtschaft „Goldner Stern“ in Igensdorf steht seit geraumer Zeit leer. Nach dem Teilabriss entsteht ein Neubau mit neun Wohnungen. © Foto: Rolf Riedel


Mit dem Abriss eines Teils des Traditionsgasthofes "Goldner Stern" an der Ecke Forchheimer und Gräfenberger Straße hat eine beliebte Einkehr zugemacht. Der seit dem Jahr 1870 stets von Familien betriebene Gasthof, zuletzt im Besitz der Familie Erhard und Regine Kraus, musste von den Besitzern aus Altersgründen aufgegeben werden.

Ein Nachfolger fand sich nicht, obwohl das gesamte Areal schon seit einigen Jahren im Internet zum Verkauf angeboten worden war. Nun hat die Firma Wertbau Thomas Albert und Norbert Nienberger, die in Igensdorf schon viel gebaut haben, die leerstehende Immobilie erworben.

Auf der Fläche entsteht ein Mehrfamilienhaus mit neun Wohnungen. Dazu wird der Anbau mit Saal im ersten Stock abgerissen. Das vordere Haus, in dem sich einst die Metzgerei befand, bleibt stehen. Wie Architekt Albert durchblicken ließ, ist über die Verwendung des Vorderhauses, in dem sich auch die Gaststätte mit darüberliegenden Wohnräumen befinden, noch nicht das letzte Wort gesprochen.

Rein optisch ist das neue Haus sicher ein Gewinn für Igensdorf. Einkaufsmöglichkeiten sind fußläufig zu erreichen, auch der Bahnhof Igensdorf an der Linie der Gräfenbergbahn ist nicht weit entfernt.

Aus gastronomischer Sicht natürlich ist der Bau ein herber Verlust. Der schattige Vorgarten mit einer kleinen Laube bot im Sommer einen angenehmen kühlen Aufenthalt. Die fränkische Küche und das Bier aus Weißenohe zogen Gäste, auch Stammgäste an. Hinzu kam der große Saal im ersten Obergeschoss mit einer kleinen Bühne, in dem nicht nur zu Kirchweihzeiten getanzt und musiziert wurde und in dem Hochzeiten gefeiert wurden.

Bald fallen hier die Außenmauern und machen dem Neubau Platz. Architekt Albert: "Die Hälfte der entstehenden Wohnungen ist schon verkauft." 

ROLF RIEDEL

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