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In Affalterthal wurde stimmungsvoll Kirchweih gefeiert

Fröhliches Treiben mit viel Brauchtum: Fränksiche Blasmusik und Wirtshauskirchweih - 02.11.2017 10:00 Uhr

Am Samstag wurde der Kirchweih-Baum standesgemäß mit einem Eicher ins Dorf gebracht und unter Gesang am Dorfplatz aufgestellt. © Reinhard Löwisch


Die Kirchweih begann schon am Freitagabend mit dem „Einsingen“ im Wirtshaus Dietel. Es wurden alte Lieder und „Gstanzl“ gesungen. Am Samstag wurde der Kirchweih-Baum umgesägt, standesgemäß mit einem Eicher ins Dorf gebracht und unter Gesang am Dorfplatz aufgestellt. Danach feierte man im Mehrzweckhaus bei fränkischer Blasmusik. In diesem Jahr spielten wieder die „Gaiganzer Musikanten“ – beim Aufstellen und auch abends.

Der Sonntag begann mit dem Festgottesdienst, gehalten von Ortspfarrer Michael Maul und begleitet vom Posaunenchor. Nach dem Frühschoppen im Wirtshaus zogen die Kerwaburschen von Haustür zu Haustür und sammelten Geld, das mittlerweile vor allem für die Saalmiete und für die Musikgruppen ausgegeben wird.

Anschließend zog der Pulk ins Wirtshaus ein. Hier sorgte die siebenköpfige Blasmusik bis zum späten Abend für ausgelassene Stimmung in der selten gewordenen „Wirtshauskirchweih“. Es wurde eng, kaum genug Raum für die Wege der Bedienung mit ihren Getränken und dem Essenstablett, doch dafür umso uriger mit böhmischer und fränkischer Volksmusik:

Höhepunkt des Abends waren die Franken-, die Bayern- und die deutsche Nationalhymne. Danach war Feierabend – derweil die Kerwaburschen, aufgeheizt durch die Aktivitäten des Tages, die Nacht noch sehr vielspäter ausklingen ließen – mit modernen Schlagern aus einem Ghettoblaster.
Am Montag war wiederum Kirchweih-Endspurt: Zum Frühschoppen spielten die „Wiesenttaler“ aus Hollfeld, der Mehrzwecksaal war wegen des folgenden Feiertages mit „Brückentagfreinehmenden“ gut gefüllt.

Am Abend wurde der „Kerwakönig“ ermittelt. Dazu marschierten die Kerwaburschen mit ihren Mädchen unter musikalischer Begleitung der „Kleeblätter“ zur Dorfwiese. Dort liefen sie bei Fackelschein etliche Minuten lang um den Kirchweihbaum. Dabei wurden „Kirchweih-Gstanzl“ gesungen und ein Blumengesteck von Paar zu Paar weiter gereicht, bis ein vorher eingestellter Wecker zu schellen begann: Wer zu dem Zeitpunkt das Gesteck in Händen hielt, wurde Kerwakönig. Heuer ist es Manuel Löhrl mit seiner Begleiterin Jana Hofmann geworden.

Die Kerwaburschen in diesem Jahr waren: Thomas Deinhardt, Florian Dietel, Benjamin und Bruder Philipp Gemählich, Christopher Backof, Roman Müller, Sebastian Porisch, Julian Walz, Bastian und Manuel Löhrl. 

Reinhard Löwisch

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