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In und um Hiltpoltstein gilt Tempo 30

Der Gemeinderat beschloss mit einer Gegenstimme vier Mal diese Regelung - 17.05.2018 07:00 Uhr

Die Stadt lehnte die von den Bürgern geforderte Tempo-30-Zone ab. © Archiv / Wilhelm


Vom Landratsamt Forchheim wurde auf den Altlastverdacht hingewiesen und in Sachen Immissionsschutz hörte man auch die Prognosen der Firma "argusim", deren Ergebnisse in Sachen Geruchsimmission als zutreffend und ausreichend angesehen wurden. Man hat sie bei der Festlegung der Baugrenze berücksichtigt. Eine Erschließungsstraße, speziell bei der Einmündung in die B 2, ist bereits vorhanden. Die Zufahrtsbreite für Feuerwehrfahrzeuge wird eingehalten. Die Müllbehälter werden zur B 2 gebracht.

Die Einwendungen des Bayerischen Bauernverbandes im Hinsicht auf landwirtschaftliche Nutzung wurden zur Kenntnis genommen, der Abstand des Grenzzaunes vom Flurbereinigungsweg wird im Bebauungsplan festgeschrieben. Auch die Immissionen des Fahrsilos sind im Plan berücksichtigt. Der Gemeinderat billigte den Bebauungsplan "Kappel Süd" als Satzung und verabschiedete die Begründung hierzu. Bürgermeisterin und Verwaltung wurden beauftragt das weitere Verfahren durchzuführen.

Tipps von der Polizei

Im Rahmen einer Verkehrsschau mit Vertretern der Polizeiinspektion Ebermannstadt Ende des vergangenen Jahres wurde die Schaffung einer Tempo-30-Zone zur Regelung der Verkehrssituation im Wohngebiet am "Wolfsgraben" und der Georg-Diegritz-Straße vorgeschlagen. Um dies zu realisieren, hätte man einige Verkehrszeichen neu aufstellen und wieder andere versetzen müssen. Durch die Ausweisung der Straße als Tempo-30-Zone wird dies wesentlich vereinfacht. Mit einer knappen Mehrheit von sechs gegen fünf Stimmen entschied sich der Rat für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone.

Im Wohngebiet "Am Gründel" wurde ebenfalls die Schaffung einer Tempo-30-Zone von der Polizei vorgeschlagen. Auch hier hätten sonst vier neue Verkehrszeichen aufgestellt werden müssen. Der Einrichtung einer Tempo-30-Zone stimmte der Rat ebenfalls mit knapper Mehrheit von sechs gegen fünf Stimmen zu.

Die Anwohner des Wohngebietes in Kemmathen in Richtung Wölfersdorf hatten einen Antrag auf eine Tempo-30-Zone, oder alternativ auf eine Beschränkung auf 30 Stundenkilometer gestellt. Die Polizei empfahl auch hier die Schaffung einer Tempo-30-Zone, da der Schilderaufwand geringer sei. Es würden sonst vier doppelseitige Verkehrszeichen benötigt.

Der Gemeinderat entschied sich auch in dieser Sache auf die Empfehlung der Polizei hin wiederum wie in den Entscheidungen vorher nur knapp mit sechs gegen fünf Stimmen für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone im Ortsteil Kemmathen, Wohngebiet Richtung Wölfersdorf.

Im "Alten Weiherweg" wird bei Haus-Nr. 5 häufig gegenüber von Grundstücks-Ein- und -Ausfahrten geparkt. Wenn dort ein Wagen steht, kommen speziell die Autos der Müllabfuhr und des Winterdienstes schwer, oder gar nicht mehr vorbei. In diesem Bereich darf wegen der schmalen Fahrbahn nach der gesetzlichen Regelung nicht geparkt werden. Ein eingeschränktes Halteverbot könnte für Abhilfe sorgen. Dem wollten sich aber eine ganze Reihe von Gemeinderäten nicht anschließen, obwohl die Bürgermeisterin ausdrücklich darauf hinwies, dass Gespräche mit den Verursachern zu keinem Erfolg geführt haben. Mit 5 gegen 6 Stimmen wurde ein eingeschränktes Halteverbot in der Straße "Alter Weiherweg" abgelehnt.

Halteverbot angeordnet

Bei der Verkehrsschau war aufgefallen, dass an der Kreuzung "Alter Weiher/Alter Weiherweg" ein eingeschränktes Halteverbot beginnt. Im Gemeinderat Hiltpoltstein entschied man sich mehrheitlich dafür, entlang der Straße "Alter Weiher" und der Schulstraße auf der Seite des Schulgebäudes ein eingeschränktes Halteverbot bis zur Kreuzung "Möchser Weg" anzuordnen.

Das Landratsamt Forchheim gewährt bereits seit vielen Jahren langjährigen aktiven Feuerwehrleuten, die 40 Jahre und mehr treu ihren Dienst versehen, einen Erholungsaufenthalt für die Dauer von einer Woche im Heim der ehrenamtlichen Organisation in Bayrisch Gmain.

Viele Kommunen haben sich in der Zwischenzeit dazu entschlossen, den Partnern dieser verdienten Feuerwehrleute ebenfalls den Aufenthalt in Bayrisch Gmain zu günstigen Konditionen zu ermöglichen, indem sie die Kosten von etwa 260 Euro für eine Woche übernehmen.

Auch die Gemeinderäte von Hiltpoltstein entschieden sich ohne Gegenstimme, ihren treuen Feuerwehrleuten und deren Partnerinnen den Aufenthalt in Bayrisch Gmain möglich zu machen. 

ROLF RIEDEL

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