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Dienstag, 25.09.2018

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Klirrende Kälte in Forchheim: Das Eis schmeckt dennoch

Bewohner und Handwerker wappnen sich gegen den Frost - 27.02.2018 05:52 Uhr

Die klirrende Kälte hat in den letzten Tagen dafür gesorgt, dass sich auf dem Teich im Stadtpark an der Ritter-von-Traitteur-Schule eine tragende Eisdecke gebildet hat. © Ralf Rödel


"Alles noch safe", meint Herbert Fuchs, Leiter des Amts für öffentliches Grün, und wirkt dabei ziemlich entspannt. Die extreme Kälte sei für Ende Februar noch völlig normal und käme daher auch nicht überraschend. Das kalte, aber trockene Wetter wird seitens des Amts sogar als positiv empfunden: Der Boden ist gefroren und bietet so eine ideal befahrbare Fläche für Fahrzeuge, die in dieser Jahreszeit bei den Gehölzschnittarbeiten eingesetzt werden. Solange es um Ostern herum wärmer werde und Narzissen und Tulpen verschont blieben, "dann kann das Frühjahr kommen", so Fuchs.

Doch bis das Thermometer wieder Plusgrade anzeigt, laufen in vielen Haushalten die Heizungen auf Hochtouren. Und das ist auch in Ordnung so, meint Werner Oppel, Obermeister der Heizungsbauer-Innung Forchheim. Selbst wer angesichts der frostigen Temperaturen zwei bis drei Tage auf das Lüften verzichtet, müsse nicht sofort mit unangenehmen Nebeneffekten wie Schimmelbildung in der Wohnung rechnen. "Das ist kein Problem. Sobald es etwas wärmer ist: Einfach lüften, dann ist wieder gut." Sorgen um Heizungsprobleme müsse man sich jetzt noch lange nicht machen.

Fragt man die Stadtwerke, so gilt allerdings: Vorsicht ist besser als Nachsicht. So sei es grundsätzlich wichtig, dass Fenster und unnötige Öffnungen (natürlich abgesehen von Zuluftöffnungen in Heizungsräumen) geschlossen gehalten werden. Gerade in Räumen, in denen sich frei verlegte Wasserleitungen befinden, ist dieses Vorgehen laut den Stadtwerken ratsam. Um Rohre vor Frostschäden zu schützen, kann es daher notwendig sein, solche Räume außerdem entsprechend zu heizen.

Ihr ist die Kälte „wurscht“: Die 17-jährige Eva Geyer lässt sich vom Kälteeinbruch nicht beirren und freut sich über ihr Eis. © Kirsten Wirsching


In der kalten Jahreszeit auch in Gesundheitsfragen auf Nummer sicher zu gehen, ist grundsätzlich keine schlechte Idee. Jürgen Gschossmann, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Klinikum Forchheim, rät: "Man sollte sein Immunsystem intakt halten und sich je nach Wetterlage entsprechend anziehen." Auch häufiges Händewaschen und die Einnahme von Vitamin C tragen dazu bei, dass man gesund durch den Winter kommt, erklärt der Mediziner.

Bei all den hilfreichen Ratschlägen, wie man der Kälte sicher und gut trotzen kann, sollte allerdings der Spaß am Sonnenschein und der frischen Luft nicht zu kurz kommen. Ein Spaziergang durch die Innenstadt macht dieser Tage deutlich: Die Forchheimer bleiben angesichts des Temperatursturzes auffallend cool. Wenn schon eisig, dann wortwörtlich, scheint zum Beispiel Eva Geyer zu denken. "Kalt ist mir schon, aber das ist wurscht. Ich mag einfach Eis", sagt die 17-Jährige und leckt an ihrem Erdbeereis. Mit dieser Einstellung hält man es auch noch bis zum Frühling aus. 

KIRSTEN WIRSCHING

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