Samstag, 17.11.2018

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Kohl greift mit neuem Gefährt nach EM-Titel

Kunstrad: Der Favorit wartet in Wiesbaden mit neuem Schwierigkeitsgrad auf - 30.05.2018 20:35 Uhr

Lukas Kohl, der den Weltcup-Auftakt in Prag gewonnen hat, startet bei der Kunstrad-EM als Titelfavorit. Die deutsche Qualifikation war kein Problem. © Wilfried Schwarz


Direkt nach der erfolgreichen EM-Qualifikation Ende April, die er in Wendlongen glanzlos für sich entschied, stieg der Weltmeister auf ein neues Kunstrad um. Obwohl Modell und Ausstattung identisch sind mit dem viereinhalb Jahre alten Vorgänger, war und ist eine gewisse Anpassung nötig. Auf dem neuen, in edlem Grauton lackierten Gefährt gebe der steife Rahmen direkte Rückmeldung und ein ruhigeres Fahrerlebnis. "Ich hätte selbst nicht gedacht, dass ich so feinfühlig bin", erklärt Kohl. Außerdem sei er noch dabei, sich an eine minimal veränderte Satteleinstellung zu gewöhnen.

Geht dem Perfektionisten diese Herausforderung indes noch nicht weit genug, experimentiert der Ausnahmekönner mit einer neuen Übungsabfolge für seine Kür. Eine halbe zusätzliche Drehung im Frontlenkerstand schraubt die Schwierigkeit um 0,8 Punkte auf ein neues Maximum von 207,8.

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Die Karriere des Lukas Kohl: Vom Knirps zum Überflieger

Die Karriere des außergewöhnlich geschickten Kunstrad-Talentes Lukas Kohl begann in früher Jugend beim RMSV Concordia Kirchehrenbach, zunächst beim Radball. Stationen seines Aufstiegs in den vergangenen zehn Jahren bis zum zweifachen Weltmeister und nunmehr dreifachen Deutschen Meister der Elite.


In Kombination mit dem EM-Modus, der nur einen alles entscheidenden Durchgang vorsieht, eine durchaus kitzlige Situation für den Weltmeister, der am Freitag in Wiesbaden gegen 21.20 Uhr als finaler Starter die Leistungen der Konkurrenz um seinen deutschen Zimmergenossen Marcel Jüngling überbieten muss. "Ich versuche, mir keinen übermäßigen Druck zu machen. Ich bin gut vorbereitet und freue mich auf einen hochwertigen Wettkampf", sagt der Titelfavorit, der auf deutschem Boden beste Erfahrungen gemacht hat. 2016 kürte er sich beim Heimspiel in Stuttgart erstmals zum Weltmeister. 

Kevin Gudd Nordbayerische Nachrichten Forchheim und Ebermannstadt E-Mail

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