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Neunkirchen: Pfarrer erhält Schlüssel für die Herzen

Pfarrer Joachim Cibura in Neunkirchen begrüßt — "Ich habe Ecken und Kanten" - 12.09.2017 14:00 Uhr

Kirchenpfleger Rainer Obermeier (links) übergibt den symbolischen Hausschlüssel an Pfarrer Joachim Cibura. Der neue Seelsorger in Neunkirchen kümmert sich um drei Pfarrgemeinden. © Karl Heinz Wirth


Regionaldekan Martin Emge begrüßte Joachim Cibura und führte ihn offiziell an seiner neuen Wirkungsstätte ein und verlas das Ernennungsschreiben und stellte anschließend Cibura der Kirchengemeinde vor. Der 47-jährige gebürtige Nürnberger führte 17 Jahre als Pfarrer die katholische Pfarrgemeinde St. Franziskus in Schwarzenbach an der Saale.

Neunkirchen ist ihm vertraut, denn er arbeitete als Kaplan in Büchenbach und danach zwei Jahre in der Pfarrei St. Martin in Forchheim. In dieser Zeit lernte er auch den Gemeindereferenten Horst Schmidt kennen, der ihm nun in Neunkirchen als engster Mitarbeiter zur Seite steht.

Bruno Müllemann, stellvertretender Seelsorgebereichsrat, hieß im Namen aller Pfarrgemeinderäte Pfarrer Cibura willkommen. "Er soll mit Kraft und Geduld an seine neue Dienststelle herangehen", sagte Müllemann.

Kirchenpfleger und Vorsitzender der Gesamtkirchenverwaltung Rainer Obermeier übergab symbolisch den Hausschlüssel an den neuen Pfarrer. "Möge dieser Schlüssel nicht nur Türen, sondern auch die Herzen der Gläubigen öffnen." Dass die Kirchengemeinde eine gewisse Erwartungshaltung an ihren neuen Pfarrer hat, zeigte sich deutlich bei den Fürbitten im Gottesdienst.

Wünsche der Gemeinde

Marianne Bitter wünschte sich, dass der neue Seelsorger genug Zeit für die ihm anvertrauten Gemeinden und den Seelsorgebereich aufbringt. Andere wünschen sich Offenheit, Toleranz für alle Menschen, Familien, Kindern, Senioren, Kranken und Behinderten. Aber auch, dass man ihm mit Herzlichkeit begegnet, Hilfe anbietet, damit er sich bald in seiner Pfarrgemeinde daheim- und wohlfühlen kann.

"Ich bin nur ein Mensch und habe meine Ecken und Kanten" sagt Cibura von sich selbst. Auch in meinem neuen Wirkungskreis werde ich meine Fähigkeiten und Talente einsetzen sagt der Kirchenmann.

Sein neuer Seelsorgebereich besteht wieder aus drei Pfarrgemeinden. Bürgermeister Heinz Richter begrüßte nach dem Gottesdienst den neuen Seelsorger im Namen der Gemeinde im Zehntspeicher. "Wir heißen Sie mit der gleichen Herzlichkeit willkommen, mit der Sie nach 17 Jahren in Schwarzenbach an der Saale verabschiedet worden sind" sagte Richter. Neunkirchen dürfe auf einen umsichtigen und einfühlsamen Pfarrer hoffen.

Der vorherige Pfarrer Peter Brandl und Pfarrer Axel Berthold von der evangelischen Gemeinde haben bestens zusammengearbeitet, blickte Richter zurück. Er wünschte sich, dass diese Zusammenarbeit weiterhin fortgeführt werde.

Heitere Worte

Für viel Heiterkeit und Lachen sorgte Wilhelm Geist vom Elisabethenverein, der Cibura mit den Worten begrüßte: "Sie haben 17 Jahre im Bayerischen Sibirien gelebt, wir heißen Sie in Neunkirchen der fränkischen Toskana herzlich willkommen."

Locker konterte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Heidi Hornig aus Schwarzenbach in ihrer Begrüßung. "Gerade aufgrund des kühlen Wetters sieht Pfarrer Cibura jung und frisch aus, wenn ich ihn in einem Jahr besuche, hoffe ich ihn nicht verwelkt anzutreffen", wofür auch sie für viel Heiterkeit sorgte.

Für die musikalische Umrahmung sorgte die Musikkapelle Neunkirchen mit ihrem Dirigenten Georg Maderer. Im Anschluss an den offiziellen Teil war Gelegenheit, Pfarrer Joachim Cibura noch besser kennenzulernen. 

KARL HEINZ WIRTH

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