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Sommerkomödie mit Puppen im Winter in Ebermannstadt

P-Seminar des Gymnasium Fränkische Schweiz bringt Klassiker auf die Bühne - 25.12.2017 12:00 Uhr

Die Akteure in klein und groß. Für das Stück „Ein Sommernachtstraum“ mussten die Puppendarsteller zunächst in einer Schreinerei gezimmert werden. © Foto: Marquard Och


Im Praxisseminar der 12. Jahrgangsstufe von Englisch- und Französischlehrerin Katja Metschnabl durften die Mädels die Puppenbühne in der Niedermirsberger Schreinerei Redel zimmern. Danach ging es für die Schauspieler ans Proben, jetzt präsentierten sie ihre Vorarbeit.

Liebe ist blind und macht blind, das war schon im antiken Athen so. Die 70 Theatergänger erlebten eine vom Staub der Geschichte befreite Inszenierung, in der der Zwerg Puck dem Elfenkönig Oberon und Frau Titania im Wald ein großes Durcheinander anrichtet. Erste Überraschungen: In den Auftritt der Elfen und anderen Geister funkte Musik von "Queen" mit "Here we are, born to be kings" — in der zweiten Szene unterstrich "Time of my life" aus dem Musical Dirty Dancing die Not der Verliebten Hermia und Lysander. Jeweils mit einem Streich von Regisseurin Katja über das Windglockenspiel, richtete sich der Spot auf "die Katze im Schaukelstuhl", die in die drei Geschichten an den verschiedenen Schauplätzen einführte:

Zu Ehren der Hochzeit von Herzog Theseus mit der Amazone Hippolyta bereiten Handwerker ein Festspiel vor; nach dem Queen-Opus "We will rock you", brüllten die Löwen. Mit seinen Liebestropfen aus einer Zauberblume sorgt der Diener Puck für Verwirrung unter den Athener Liebespaaren und dann auch dafür, dass sich Titania Hals über Kopf in den Handwerker namens Zettel verknallt.

Wieder der Umsetzung in die Jetztzeit gefolgt, wiegte die Blockflöte von Markus die vor Liebe blinden mit "La le lu" in den Schlaf. "Ja ist denn heut schon Weihnachten", schallte ein Werbespruch aus den Lautsprechern. Eine Nebelmaschine sollte aus dem Schlaf erwecken — ein Dampfbügeleisen tat das aber auch.

Reife Leistung

Der "Sommernachtstraum Nr. 7" von Felix Mendelssohn-Bartholdy machte die "Frische-Ideen" von Metschnabl launig, dem Lehrerkollegen Lutz Reuter dankte sie für die Musikauskoppelungen.

Unter dem Beifall der Besucher bestätigte der stellvertretende Schulleiter Siegfried Reck den Akteuren nach zwölf Vorhängen mit dem "Hochzeitsmarsch" zum Schluss eine reife Leistung. 

MARQUARD OCH

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