Dienstag, 20.11.2018

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THW weihte seine neue Gerätehalle ein

Mit viel Eigenleistung selbst gebaut und auch selbst finanziert — Neue Einsatzgeräte in Betrieb genommen - 11.09.2018 08:00 Uhr

Bei einem „Blaulichtgottesdienst“ auf dem THW-Betriebsgelände in Forchheim-Nord wurde die neue Gerätehalle eingeweiht. Auch die neuen THW-Gerätschaften wurden gesegnet. © Foto: Alexander Hitschfel


Der THW-Ortsbeauftragte Christian Wilfling strahlte mit der Sonne um die Wette — wohl wissentlich, dass es für das Forchheimer THW ein ganz besonderer Tag im Helferjahr der Hilfsorganisation werden würde. Im Rahmen eines Blaulichtgottesdienstes konnte nicht nur die neue Gerätehalle, sondern auch verschiedene Einsatzgeräte und -fahrzeuge offiziell in Betrieb genommen und eingeweiht werden.

Wer aber jetzt denkt, dass die erforderlichen Geldmittel allesamt durch den Bund finanziert wurden, der irrt. So wurde beispielsweise die neue Unterstellhalle, die nach eineinhalb Jahren Bauzeit fertiggestellt wurde, durch die Helfervereinigung des Technischen Hilfswerk sowie durch zahlreiche Sponsoren finanziert.

Die rund 240 Quadratmeter große Halle soll zukünftig Material und Anhänger der Fachgruppe Logistik und Verpflegung "beherbergen". Insgesamt brachten ehrenamtliche Helferinnen und Helfer während der Bauzeit rund 2400 Stunden ehrenamtliche Arbeit ein.

Eingeweiht wurde in diesem Zusammenhang auch ein Mannschaftslastwagen MLW IV, der einen alten IVECO Lkw aus den 80er Jahren ersetzt. Das Fahrzeug steht in den Diensten der Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen.

Aber auch die Neuanschaffungen des Landkreises Forchheim, die den Gerätepark des Forchheimer THWs erweitern, wurden im Rahmen des Blaulichtgottesdienstes gesegnet und mit eingeweiht. So wurde ein neues 400 kVA-Stromaggregat angeschafft. Mit einer "Tankladung" (1000 Liter Benzin) können unter Notbetrieb insgesamt 100 Haushalte über 36 Stunden versorgt werden.

Daneben hat sich der Gerätepark auch noch um eine Großpumpe erweitert. Die Großpumpe hat eine Leistung von 2600 Litern pro Minute und soll unter anderem auch dafür benutzt werden, dass die Landkreisfeuerwehren bei ihren Löscharbeiten im Bedarfsfall unterstützt werden können. So können über die rund 670 Meter Schläuche zusätzliches Löschwasser über längere Strecken und Höhenunterschiede von bis zu 50 Meter transportiert werden und so im Brandfall für eine noch bessere Löschwasserversorgung gesorgt werden. Nach dem Blaulichtgottesdienst trafen sich die geladenen Gäste zu einem gemeinsamen Weißwurstfrühstück. Zeitgleich war die Bevölkerung bis 17 Uhr eingeladen, sich von der Leistungsfähigkeit des Technischen Hilfswerks vor Ort zu überzeugen. Natürlich wurde der anschließende "Tag der offenen Türe", bei dem man auch einmal hinter die Kulissen des THWs blicken konnte, auch genutzt, um Nachwuchswerbung für die Hilfsorganisation zu betreiben. 

ALEXANDER HITSCHFEL

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