Dienstag, 18.12.2018

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Trailsdorf: Nahwärme bringt Energie für Bürger und Kindergarten

In Trailsdorf denkt man über Alternativen aus der bisher ungenutzten Biogas-Anlage nach - 28.09.2017 05:57 Uhr

Das Bild zeigt die Baustelle vom Anbau ans Schlammersdorfer Feuerwehrhaus. In die große Öffnung vorne kommt eines der beiden bestellten Sektionaltore. © Martin Regner


Dieses wird gerade in Eigenleistung durch die Wehrleute um einen Anbau für einen zweiten Kfz-Stellplatz erweitert. Nach Angaben von Thomas Sawinsky (WG Schlammersdorf) wurde im Mai damit begonnen, das alte Hofpflaster herauszureißen. Inzwischen steht dort die neue Fahrzeughalle, das Dach ist fertig und auch die Fassade ist verputzt. Insgesamt würden bereits rund 600 Arbeitsstunden in dem Bauwerk stecken, rechnete Sawinsky vor. Eine kleine Einweihungsfeier sei für November geplant.

Die Feuerwehr wünscht sich nun nicht nur ein modernes Sektionaltor für die neue Fahrzeughalle, sondern will auch das bereits anno 1990 angeschaffte Schwenktor der alten Fahrzeughalle auf der linken Gebäudeseite durch ein Sektionaltor ersetzen. Kostenpunkt rund 5200 Euro; es fiel ein einstimmiger Beschluss, die zwei neuen Tore zu bestellen.

So wie bereits im Hauptort Hallerndorf und im Ortsteil Willersdorf könnte bald auch in Trailsdorf ein Nahwärmenetz entstehen. Tobias Huter von der Naturstrom AG umriss dazu erste Ideen: So könnte zwischen einer privaten Biogasanlage in Trailsdorf und dem Sportheim des FC Wacker ein Nahwärme-Kraftwerk nach dem Hallerndorfer Vorbild errichtet werden. Die Abwärme der Biogas-Anlage, die bislang kaum genutzt werde, könnte in ein Nahwärmenetz eingespeist werden. Dieses könnte nicht nur das Sportheim, sondern auch ein potenzielles neues Baugebiet in Trailsdorf, die Häuser im Altort sowie den geplanten neuen Kindergarten mit Energie versorgen.

Auch Schlammersdorf auf der anderen Aischseite könnte an ein solches Nahwärmenetz angeschlossen werden. Aktuell gehe es ihm darum, das Interesse der Bürger abzufragen und diese zum Nachdenken anzuregen, so Tobias Huter. Ein konkretes technisches Konzept für eine Heizzentrale soll erst ausgearbeitet werden, wenn der Wärmelieferungsbedarf ermittelt worden ist.

Straßen nicht aufreißen

Robert Linz (WG Trailsdorf) bat Huter darum, die erst vor wenigen Jahren komplett neu asphaltierte Ortsdurchfahrt in Trailsdorf nicht gleich wieder aufzugraben. Eine alternative Verlegung der Nahwärmerohre unter den Gehwegen wäre laut Felix Schubert (Naturstrom) "technisch möglich, aber das ist eine Preisfrage."

Gerhard Bauer (WG Hallerndorf) fragte Schubert, ob die Eingrünung der Hallerndorfer Heizzentrale noch realisiert wird, was Schubert bejahte: Die Pflanzungen sollen im nächsten Jahr erfolgen. Auf Nachfrage von Mathias Erlwein (JAB) erklärte Schubert, dass die Nahwärmeleitung für "Klein-Hallerndorf" auf der südöstlichen Aischseite nicht, wie ursprünglich geplant, unter der Straßenbrücke über die Aisch aufgehängt wurde: Man habe die Aisch unterqueren müssen, weil es nicht zulässig sei, Rohrleitungen an Brücken zu befestigen.

Am heutigen Donnerstag soll zum Nahwärmekraftwerk eine öffentliche Infoveranstaltung der Naturstrom AG stattfinden, die um 19 Uhr im Gasthaus Schwarzmann in Trailsdorf beginnt. 

MARTIN REGNER

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