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Udo Schönfelder ist neuer CSU-Chef in Forchheim

CSU will 2020 wieder den Oberbürgermeister stellen - "Verlorene Jahre" - 09.09.2017 18:00 Uhr

Parteifreunde: Thomas Werner (li.) und Udo Schönfelder. © Huber


Im Jahr 2020 wollen sie "wieder den Oberbürgermeister stellen und eine Gestaltungsmehrheit im Stadtrat erobern," so Karl-Heinz Fleckenstein, seit 18 Monaten kommissarischer Vorsitzender der Stadtversammlung.

Die 63 Delegierten der Parteibasis hörten im Reuther Sportheim Alt-Oberbürgermeister Franz Stumpf, der sich Sorgen um die Zukunft seiner Heimatstadt machte. Von "verlorenen Jahren für Forchheim" war die Rede, davon "einiges wieder in die richtige Spur" zurückzubringen.

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Eine Forchheimer Ära namens Franz Stumpf

Vom Rathausjuristen zum Oberbürgermeister, der mehr als ein Vierteljahrhundert an der Spitze der Stadt stand. Der Forchheim für die Wirtschaft geöffnet und internationale Unternehmen angesiedelt hat, der aber gleichzeitig bodenständig war. Franz Stumpf hatte am 1. April 2016 seinen letzten Arbeitstag. Hier sind die Bilder, die eine Ära einfangen sollen.


Karl-Heinz Fleckenstein wurde da noch deutlicher: "Beschlüsse des Stadtrates werden nicht vollzogen oder hinausgezögert. Was in Jahrzehnten von den CSU-Oberbürgermeistern und der CSU-Stadtratsfraktion vorbereitet und auf den Weg gebracht wurde, lassen wir uns nicht kaputtmachen."

Für Ärger unter den CSU-Ortsvorsitzenden wie den frischgewählten Dominik Henkel (Reuth), sorgte insbesondere die Idee, das Baulandmodell so zu modifizieren, dass ein Bauzwang bestünde. "Das klingt nach Enteignung und Sozialismus, gefährdet die Akzeptanz der Beteiligten und ist mit uns nicht zu machen."

97 Prozent der Stimmen

Bei den Neuwahlen zum Oberhaupt der Stadtversammlung erhielt der CSU-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Udo Schönfelder, knapp 97 Prozent Zustimmung. Schönfelder zur Seite stehen als Stellvertreter Holger Lehnard (Burk), Karl-Heinz Fleckenstein (Buckenhofen) sowie Thomas Werner (Forchheim), darüber hinaus Hans-Werner Eisen (Buckenhofen), Hauke Haack (Kersbach) und Dominik Henkel (Reuth).

Der neue Chef der CSU-Stadtversammlung gab auch gleich die Marschrichtung vor. Er listete eine Reihe von Baustellen auf: "Die absolut sinnfreie Planung zum Bau einer Stadthalle im Garten des alten Krankenhauses gehöre nicht niedrig priorisiert, wie das der Oberbürgermeister möchte, sondern von der kommunalen Agenda völlig gestrichen."

Kultur mit Struktur

Schönfelder forderte nicht nur, den "Runden Tisch Kultur" wiederzubeleben, sondern auch einen Kulturentwicklungsplan zu erstellen. Die Umsiedlung der SpVgg Jahn Forchheim in den Norden der Stadt, und damit einhergehend moderne Sportstätten und dringend notwendiger Geschosswohnungsbau auf dem Gelände am Gründelbach stünden auf der Kippe. Und auch beim City-Management gelte es nun im Interesse der Forchheimer Innenstadt "Nägel mit Köpfen" zu machen.

Inzwischen gebe es nicht nur mit Günther Hammer einen prominenten Neuzugang in der CSU-Fraktion, sondern mit anderen Stadtratskollegen in Sachfragen wie der Anzahl verkaufsoffener Sonntage (FDP), Wohnungsbau oder City-Management (Freie Wähler) oder der Kulturpolitik (Grüne Liste) eine enge Zusammenarbeit. "Das wäre früher so nicht denkbar gewesen." 

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