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Vom schlechten Schüler zum erfolgreichen Redner

Ralf Schmitt ist heute mit seinem Motto „flexibel sein im Kopf“ als Redner erfolgreich - 13.12.2016 16:50 Uhr

Ralf Schmitt vor "seiner" Schule, dem Herder-Gymnasium in Forchheim. © Beke Maisch


Im Frühjahr hat Ralf Schmitt mal wieder seine Heimat Forchheim besucht und ist auch durch das Herder-Gymnasium geschlendert. Dort traf er auf  Siegfried Reck. Eine Unterhaltung und ein paar Google-Suchen später war Reck schnell klar, aus diesem Schüler ist etwas geworden. Ralf Schmitt hält deutschlandweit Vorträge. Banken, Telekom-Unternehmen, Pharma-Firmen laden den 41-Jährigen ein, damit er den Mitarbeitern über sein Motto erzählt: „flexibel im Kopf sein“. Am Dienstagabend ist kehrt er zurück zu seinen Wurzeln ins HGF uns spricht vor Schülern, Eltern, ehemaligen und aktuellen Lehrern und einigen alten Schulfreunden.

Das mit den Wurzeln ist wörtlich zu nehmen. Wäre Anfang der 90er Jahre nicht eine Impro-Theater-Gruppe im Herder gegründet worden, Ralf Schmitt hätte vielleicht nie gemerkt, dass „Spontanität ein wichtiger Erfolgsfaktor ist“, wie er beim Pressegespräch erzählt und ausdrücklich den damaligen Initiator Klaus Kramer dafür lobt. 

"Grottenschlecht" sei er als Schüler gewesen, durch die Abiturprüfungen ist er erst mal geflogen — Mathe wegen. In Bamberg holte er den Abschluss nach, absolvierte eine Lehre als Veranstaltungstechniker in Forchheim, gehörte zu den Mitbegründern der legendären Annanacht, die es bis 2007 während des Annafestes zu vorgerückter Stunde im alten Weber-&-Ott-Fabrikgebäude gegeben hat, und versuchte sich in Hamburg an einem Pädagogikstudium.

Hamburg ist als Wohnsitz geblieben. Inzwischen arbeitet er erfolgreich als Autor (das vierte Buch erscheint im Frühjahr), Redner und Trainer. Im Kern geht es bei Ralf Schmitt immer um die drei Regeln: 1. Ja-Sagen, 2. Fehler zulassen und 3. Offen sein für den Moment.

Heute geht er deutlich lieber ins Herder-Gymnasium als zu der Zeit als er noch musste. Als Lehrerskind und sicher auch weil er mit Mathe, Chemie und Physik so gar nichts anfangen konnte, fand er Schule „doof“. Aber im Nachhinein betrachtet, „hat mir die Schule das Wichtigste beigebracht: Allgemeinbildung.“ Mit der als Basis lassen sich alle Herausforderungen flexibel lösen, findet er.

 

BEKE MAISCH

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