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Donnerstag, 13.12.2018

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Zwei Kreuzbandrisse im Jahr: Sekolec bleibt positiv

Forchheimer Handballer war gerade wieder auf den Platz zurückgekehrt - 20.11.2018 17:15 Uhr

Jakob Sekolec ist es gewohnt, sich mit mehreren Gegenspielern anzulegen. Sein aktuell größter Widersacher ist jedoch die eigene Gesundheit. © Wolfgang Zink


Herr Sekolec, wie geht es Ihnen?

Jakob Sekolec: Natürlich bin ich sehr enttäuscht. Als die Verletzung passiert ist, hatte ich gehofft, dass es nichts Schlimmeres ist. Inzwischen habe ich das Ganze ein bisschen verarbeiten können und mich damit abgefunden. So ist es halt. Das war im ersten Moment ein schwerer Schlag, aber ich mache niemand verantwortlich, dafür bin ich zu positiv eingestellt. Nur Trübsal blasen, ist schlecht. Ich kann einigermaßen laufen, sogar ohne Krücken. Ich belaste mein Knie möglichst normal und will es so fit halten. Ich werde das Knie zeitnah operieren lassen.

Wie ist die Verletzung passiert?

Jakob Sekolec: Komplett ohne Fremdeinwirkung. Ich bin einen Gegenstoß gelaufen. Beim Landen ist mein Knie nach hinten durchgedrückt. Ich weiß nicht genau wie.

Wie lange hatten Sie zuvor wieder mit der Mannschaft trainiert?

Jakob Sekolec: Nach dem ersten Kreuzbandriss habe ich ein halbes Jahr pausiert, dann Reha gemacht. Vor drei Monaten bin ich wieder ins Training eingestiegen. Im Spiel wollte ich eigentlich nur in der Abwehr spielen. Aber dann habe ich den Ball herausgefangen und bin den Gegenstoß gelaufen.

Ist für Sie ein Leben ohne Handball vorstellbar?

Jakob Sekolec: Ich bin jemand, dem das schon schwerfällt. Das ist ein Supersport, den ich gerne mache. Ich spiele seit der dritten Klasse Handball, erst in Buckenhofen und jetzt beim HC. Aber was mir besonders fehlt, ist die Gemeinschaft, das macht es schon schwer, darauf zu verzichten.

Jakob Sekolec: „Ich bin sehr enttäuscht.“ © Foto: Privat


Planen Sie erneut ein Comeback oder hören Sie mit dem Handballspielen auf?

Jakob Sekolec: Da bin ich schwer am Überlegen. Ich weiß es noch nicht. Das ist abhängig vom Heilungsverlauf. Ich werde mit den Trainern sprechen und mit Leuten, die ähnliche Situationen erlebt haben. Letztlich wird es meine Entscheidung sein, ob ich weiter Handball spiele. Doch derzeit ist es noch verfrüht, eine Aussage zu treffen.

  

HANS-JOCHEN SCHAUER

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