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Frau und Kind gefesselt: Mutmaßlicher Täter tot

Polizei suchte 50-jährigen Bamberger - 14.09.2012 10:30 Uhr

Bamberg/ Ulm  - Er soll seine Ex-Frau und ihr Kind in Ulm gefesselt und geknebelt haben. Außerdem wurde ihm vorgeworfen, einen Brandsatz in seine Wohnung geworfen zu haben: Die Polizei fahndete in Bayern und Baden-Württemberg nach einem 50-jährigen Mann aus Bamberg. Sein Auto prallte jetzt gegen einen Baum. Der Gesuchte ist bei dem Unfall ums Leben gekommen.

Die Polizei sucht einen Mann aus Bamberg. Er soll seine Ex-Frau und ihr Kind gefesselt und geknebelt haben.
Die Polizei sucht einen Mann aus Bamberg. Er soll seine Ex-Frau und ihr Kind gefesselt und geknebelt haben.
Foto: dpa

Ein 50-Jähriger, der seine Frau und sein Kind am Dienstag in Ulm gefesselt und geknebelt haben soll, ist bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Das Auto des Mannes sei am Mittwoch im oberfränkischen Scheßlitz aus ungeklärter Ursache gegen einen Baum geprallt, teilte die Polizei mit. „Der Fahrer wurde in seinem völlig demolierten Autowrack eingeklemmt und war vermutlich sofort tot“, sagte ein Sprecher.

Kurz vor dem Unfall habe eine Polizeistreife den gesuchten Wagen erkannt und sei ihm in einigem Abstand gefolgt. Die Polizei hatte bundesweit nach dem 50-Jährigen gefahndet. Der Mann aus Bamberg soll seine 36 Jahre alte Ex-Frau und seinen achtjährigen Sohn am Dienstag in einer Wohnung im Ulmer Stadtteil Wiblingen gefesselt zurückgelassen haben. Ein Bekannter hatte die beiden nach einem Anruf der Mutter entdeckt und das Kind, das bereits bewusstlos war, wiederbelebt. Die Frau und ihr Kind seien in ärztlicher Betreuung, hieß es. Die Hintergründe der Tat seien nach wie vor unklar, die Polizei geht von versuchtem Mord aus.

Laut Polizei stand der 50-Jährige auch im Verdacht, mehrere Brände in Baden-Württemberg und Bayern gelegt zu haben. So soll er am Dienstag einen Brandsatz in seine leere frühere Wohnung in Augsburg geworfen haben. In Nerenstetten (Alb-Donau-Kreis) wurde in der Nacht zum Dienstag versucht, ein Haus anzuzünden. Ein weiterer Brand in der gleichen Nacht verursachte in einer Ulmer Schreinerei einen Schaden in Millionenhöhe. In dem Betrieb, in dem der 50-Jährige früher beschäftigt war, hatte es bereits im Juni gebrannt. In allen Fällen gebe es Bezüge zu dem Gesuchten.

 

  

dpa


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