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65 Jahre Emotionen: Ein Rundgang durch den Bauch des Ronhofs

Blick in die Katakomben der Haupttribüne - SpVgg bietet Führungen zu Orten, die sonst tabu sind - 26.01.2016 23:00 Uhr

Die Kabine der SpVgg Greuther Fürth ist zwar klein, aber dennoch fein. © Sportfoto Zink / WoZi


Für die Öffentlichkeit waren die Katakomben des historischen Bauwerks stets Tabu. Die Fürther Nachrichten und nordbayern.de haben sie im November 2015 in Bildern und einem Video festgehalten.

1950 begannen die Bauarbeiten mit einem riesigen markanten Holzgerüst, 1951 eröffnete der damalige Vorstand der Spielvereinigung die neue Haupttribüne. Es ist das fünfte Bauwerk an dieser Stelle, seit der Sportpark Ronhof 1910 eröffnet wurde.

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Die Fürther Haupttribüne ist Geschichte: Ein letzter Rundgang

Gegen Duisburg hatte die Fürther Haupttribüne ihren letzten großen Auftritt: Jetzt rollen die Bagger im Ronhof an und reißen das 65 Jahre alte Bauwerk ab. Ein Blick ins Innere der altehrwürdigen Tribüne beweist: Hier wurde Fußball noch gearbeitet.


2100 Zuschauer hatten auf dem neuen Konstrukt Platz, so viele wie vorher und heute nicht. Denn damals standen auf den Betonstufen Holzbänke, auf denen die Fußballfans eben enger zusammenrückten als man es heute auf den Plastikschalensitzen überhaupt könnte.

Beim Blick in die Kabinen wird klar: Hier wird Fußball noch gearbeitet. In der Bundesligazeit ist der Zeugwart einer Gästemannschaft einmal schnurstracks mit dem Trikotkoffer in der Hand durch die Kabine durchgelaufen, auf der Suche "nach dem zweiten Raum". Doch da stand er schon in der Dusche.



Die neue Haupttribüne wird zwölf Millionen Euro kosten, 21 Meter in die Höhe wachsen und nach Fertigstellung wohl 16 Vip-Logen beherbergen. In einem zweiten Bauabschnitt - geplant im Dezember 2016 - wird dann auch der Containerbau daneben, das „Stechert Business- und Tagungszentrum“, ehemals Vip Nord, abgebaut und verkauft. An dessen Stelle wird die Haupttribüne verlängert bis zum Eck der Nordtribüne.

Bei den Führungen, die die SpVgg nun anbietet, wird Kleeblatt-Archivar Jürgen Schmidt nicht nur die Geschichte des Ronhofs erzählen, sondern den Wandel der Tribüne in einer Präsentation vorstellen.

Acht Führungen wird es geben, jeweils freitags (29.1. und 5.2.) und montags (1.2. und 8.2.) um 16 und um 18.30 Uhr. Die Anmeldung ist unter sokol@greuther-fuerth.de möglich. Die Kosten betragen fünf Euro pro Person, Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt. Für größere Gruppen sind nach Absprache weitere Termine möglich.

Der Artikel wurde am 26. Januar aktualisiert. 

Martin Schano

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