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Architekten legen nach

Der Fürther Baukunstbeirat kritisiert Wettbewerbsverzicht - 24.11. 09:00 Uhr

FÜRTH  - Auch der Fürther Baukunstbeirat (BKB) protestiert nun gegen den geplanten Verzicht auf einen Architektenwettbewerb für den Einkaufsschwerpunkt in der Innenstadt.

Die Stadt Fürth möchte auf den Architektenwettbewerb verzichten.
Die Stadt Fürth möchte auf den Architektenwettbewerb verzichten.
Foto: Hans-Joachim Winckler
Die Stadt Fürth möchte auf den Architektenwettbewerb verzichten.
Die Stadt Fürth möchte auf den Architektenwettbewerb verzichten.
Foto: Hans-Joachim Winckler

Einen Tag vor der entscheidenden Stadtratssitzung am heutigen Mittwoch (15 Uhr, Rathaus) hat das Gremium, in dem Fürther Architekten der Kommune beratend zur Seite stehen, in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Thomas Jung sein Unverständnis zum Ausdruck gebracht. Die Stadt sei drauf und dran, in „vorauseilendem Investoren-Gehorsam“ ihre Planungshoheit aufzugeben. „Ein Wettbewerb bietet die Chance, durch das Vergleichen unterschiedlicher Ideen eine optimale Lösung zu finden“, heißt es.

Der Beirat schließt sich damit der Kritik des Bundes Deutscher Architekten (BDA) an, der sich bereits tags zuvor ähnlich geäußert hatte. Die im BKB vertretenen Architekten Brigitte Sesselmann, Hermann Keim, Volker Heid, Edgar Tautorat und Regine Bort räumen zwar ein, dass ihr Londoner Kollege James Craven im Auftrag des Investors MIB einen „guten Ansatz“ für die Integration denkmalgeschützter Häuser an der Rudolf-Breitscheid-Straße geliefert hat.



Sein Entwurf treffe aber „darüber hinaus keine Aussagen zum weiteren Umgang mit der Umgebung und ist noch nicht aussagekräftig genug, um die weitere städtebauliche Qualität beurteilen zu können“. Kritisch, vermerken die Fürther Architekten, werde von ihnen Cravens „historisierende Variante“ der Ersatzgebäu-de für Fiedler und Park-Hotel gesehen.

Selbst das Büro Craven, meint der BKB, „könnte durch einen Wettbewerb noch angestachelt werden, Projektideen zu optimieren“. Zudem werde das Ergebnis eines Wettbewerbs von der Jury qualifiziert beurteilt. „Diese Fachkompetenz kann nicht durch einen Bürger-Workshop ersetzt werden“, so der BKB in Anspielung auf das von der Stadtspitze gewünschte Dialogverfahren, eine Art von rundem Tisch.

  



Wolfgang Händel

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