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Sonntag, 23.09.2018

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Cadolto stellt das "Labor der Zukunft" vor

Flexibel umbaubar: Cadolzburger Unternehmen setzt auf Module mit kurzer Bauzeit - 17.04.2018 16:00 Uhr

Offen hat Fertigbauspezialist Cadolto aus Cadolzburg sein „Labor der Zukunft“ auf der Fachmesse „Analytica“ in München und beim jüngsten „Labor-Impuls-Forum“ präsentiert. Nach dem Anbringen der Fassade wandert der Gebäudeteil in den Mustermodul-Park des Mittelständlers. © Foto: Cadolto


Ob für die biologische, chemische oder physikalisch-analytische Forschung: Fertigbauspezialist Cadolto bietet nicht nur Büro- und Verwaltungsgebäude, Krankenhäuser und Rechenzentren in Modulbauweise an, sondern auch Labore – bei Bedarf sogar als sogenannte Reinräume. Sein neues Mustermodul stellte der Mittelständler mit rund 350 Mitarbeitern an seinen beiden Standorten in Cadolzburg und im thüringischen Krölpa bis Freitag auf der "Analytica" in München vor.

90 Prozent vorgefertigt

Die "Internationale Leitmesse für Labortechnik, Analytik und Biotechnologie", die es seit 50 Jahren gibt, ist nach eigenen Angaben der weltweit führende Marktplatz von Produkten und Leistungen entlang der Wertschöpfungskette moderner Laborprozesse. Nach der Schau werden an den zwei, zusammen knapp 109 Quadratmetern großen Modulen mit moderner Labortechnik und Möbeln der Firma Waldner Metallfassadenelemente sowie an der Längsseite größtenteils eine Glasfassade angebracht. So ausgestattet wandert das 13,2 mal 8,2 Meter messende Gebäudeteil in den Mustermodul-Park auf dem 100 000 Quadratmeter großen Firmengelände, wo es neben den Produktionshallen auch einen riesigen Kran zum Verladen fertiger Module gibt.

Cadolto punkte mit einem Vorfertigungsgrad von bis zu 90 Prozent in der industriellen Gebäudefabrikation und könne so selbst extrem kurz bemessene Bauzeiten einhalten, berichtete Michael Schäffler. Er ist Mitglied der Geschäftsleitung bei der in fünfter Generation geführten Unternehmensgruppe, die einst mit der Herstellung von Leiterwagen und Holzgerüsten begann.

Das kürzlich auch beim "Labor-Impuls-Forum" der Akademie für Fort- und Weiterbildung (AFW) in Fürth vor 150 Planern präsentierte "Labor der Zukunft" ist ein beispielhafter Ausschnitt aus einem größeren Gebäude. Wie ein solches aussehen kann, zeigt etwa das Wissenschaftszentrum in Straubing. Cadolto will es nach nur acht Monaten ab Auftragseingang diesen Sommer fertigstellen. Oder das Universitäre Zentrum für Gesundheitswissenschaften am Klinikum Augsburg. Es beherbergt einen Forschungsverbund des Krankenhauses, der Technischen Universität München und der Ludwig-Maximilians-Universität München.

"Checkpoint Charlie"

Die Cadolto Fertiggebäude GmbH & Co. KG ist ein Unternehmen der 1890 gegründeten Cadolto-Gruppe. Die Gesellschaft ist nach eigenen Angaben europaweit führend in der modularen Bauweise von medizinischen Gebäuden und deren Vermietung. Bekannteste Bauvorhaben der Gruppe seien unter anderem das weltweit erste in Modulbauweise errichtete Krankenhaus (die Hochgebirgsklinik Davos), die Interims-Klinik der Charité Berlin und historische Sonderlösungen wie der "Checkpoint Charlie" oder die im Passivhaus-Standard errichtete Poliklinik "Nye Kirkenes sykehus" in Norwegen.

Zu den aktuellen Projekten von Cadolto zählt ferner beispielsweise ein neues Bürogebäude am Flughafen München. Den entsprechenden Auftrag der Flughafen München GmbH für den Geschäftsbereich Real Estate hat das Cadolzburger Unternehmen im vergangenen Herbst erhalten. Zum Zuschlag geführt habe die Ermöglichung einer extrem kurzen Bauzeit, hieß es von der Firmenführung. Denn das Verwaltungsgebäude, das 240 Mitarbeitern Platz bietet und aus 106 Modulen besteht, soll bereits Ende nächsten Monats bezogen werden. 

fn

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