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Donnerstag, 13.12.2018

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Ein Dorf feiert sich selbst

Das kleine Unterschlauersbach wird 888 Jahre alt und macht daraus ein großes Jubeljahr - 29.11.2011 09:00 Uhr

Die zahlreichen Händler auf dem Marktplatz an der Kirche und an der Hauptstraße boten Advents- und Weihnachtsschmuck, kunstgewerbliche und Haushaltsartikel, Schmuck und Gewürze an. Ganz so wie es sich die beiden Unterschlauersbacher Familien Schlicker und Striebel 1994 ausgedacht hatten, als sie die Tradition des Jahrmarktes wieder aufleben ließen.

Bereits am Vorabend des Jahrmarktes war das Jubiläumsjahr 2012 offiziell eröffnet worden. Gleich mehrfachen Anlass gibt es, im Dorf zu feiern: das urkundlich belegte 888-jährige Ortsjubiläum, das 111-jährige Jubiläum von Feuerwehr und gemischtem Chor, das 33-jährige Ortsvereinsjubiläum und die Gaststätte Schmidt „Zum Schwarzen Bock“ ist seit 222 Jahren im Familienbesitz.

Für tolle Stimmung im Saal der Gaststätte sorgte Hatz von Hatzenstein als Don Promillo im Mönchsgewand, der auch die Gäste im Saal in sein Treiben einbezog. Die bayerische Bierprinzessin Lena I. zapfte gemeinsam mit dem FDP-Bundestagsabgeordneten Rainer Erdel das erste Fass Slursbacher Festbier an.

Der Hopfentrunk ist anlässlich des Jubiläumsjahres eigens in der Weltenburger Klosterbrauerei gebraut worden. An diesem Abend floss es als Freibier in die Krüge. Auf dem Flaschenetikett ist zu lesen: „Anno 1696 Wirtshaus mit Brau- und Taferngerechtigkeit“.

In der druckfrischen Broschüre zum Jubiläumsjahr ist das von den beiden Organisatoren Jürgen Schuster und Lydia Striebel vorbereitete Jahresprogramm nachzulesen. Als Mundartgedicht stellte Lydia Striebel das vor: Vom Feuerwerk am Neujahrstag („Der erschte Dooch“), den Unterschlauersbacher Theatertagen über die Maibowle mit den Jagdhornbläsern und dem Gemischten Chor, das Jubiläum der Gaststätte „Zum Schwarzen Bock“ bis zum Jahrmarkt am 333. Dooch, der Fränkischen Weihnacht und dem Jahresausklang in der Kirche reicht die Palette der Veranstaltungen. Deshalb ihr Appell: „Es ganze Jahr wird gfeiert und glacht, dass des an Haufn Ärbert macht, des kann si doch a jeder denken, drum tu ich mich an alle wenden: Frauen, Männer, Kinner, kummt alle grennt, helft alle mit, so gut ihr kennt.“ 

Günter Greb

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