Dienstag, 20.11.2018

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Fürth: Polizei prüft Attacke gegen Fan-Beauftragten

Handgemenge nach Hoffenheim-Spiel: "Kein rechtswidriges Verhalten" des Beamten - 13.03.2013 16:00 Uhr

Beim Zurückdrängen des Unterstützungskommandos wurde der Fan-Beauftragter der SpVgg im Gesicht getroffen. © USK/Zink


Polizeisprecherin Elke Schönwald bestätigte gestern einen ersten FN-Bericht, wonach am Samstag gegen 17.45 Uhr rund 50 Fans der Horido-Gruppe zum Stadion zurückkehrten, um noch einmal mit den Spielern zu sprechen. „Die Stimmung war aufgeheizt“, erklärte sie. Und weiter, dass der Sicherheitsdienst aus einem Missverständnis heraus Tor A ein Stück weit geöffnet habe.

Im Stadion hätten sich zu dieser Zeit noch die gegnerische Mannschaft und ein paar VIPs aufgehalten, deswegen wurde sofort das schwarzgekleidete Unterstützungskommando (USK) hinzugezogen. Die Beamten sollten die aufgebrachten Fans mit „einfacher körperlicher Gewalt“ – also durch Schieben oder Drücken – zurückdrängen. Einer habe dann mit der flachen Hand in die Menge gestoßen, so die Polizeisprecherin, und dabei den Fanbeauftragten im Gesicht getroffen.

Die Sicherheitskameras haben den Vorfall aufgezeichnet. Schönwald hat sich das Video bereits angesehen und kann nach Sichtung „keinen Anfangsverdacht für rechtswidriges Verhalten erkennen“. Absicht oder nicht, dazu will sich die Polizeisprecherin nicht äußern: „Ich will da nichts rein interpretieren.“ Das Videomaterial wurde nun zur weiteren Prüfung an das Landeskriminalamt weitergeleitet, um den Vorfall „von neutraler Stelle“ bewerten zu lassen.

Der geschädigte Fanbeauftragte Nicolas Heckel hat bislang darauf verzichtet, Anzeige zu erstatten. Weil er die Ermittlungsergebnisse abwarten möchte, wollte er gestern gegenüber unserer Zeitung keine weiteren Angaben zu dem Vorfall machen. 

Franziska Rauch

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