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Fürth: Weitere Geschäfte in der Neuen Mitte vorgestellt

Mehr Textilanbieter, ein Fitnessstudio von Madonna und nun doch noch ein Supermarkt - 30.06.2014 06:00 Uhr

Derzeit wird am Fundament auf der Nordseite des Neue-Mitte-Areals gearbeitet,  im Mai oder Juni 2015 soll nun hier eröffnet werden.

Derzeit wird am Fundament auf der Nordseite des Neue-Mitte-Areals gearbeitet, im Mai oder Juni 2015 soll nun hier eröffnet werden. © Edgar Pfrogner


Uwe Laule ist beim Pressetermin die Zufriedenheit anzumerken. Der MIB-Geschäftsführer weiß: Lange, sehr lange hat das Berliner Unternehmen gebraucht, um in Sachen Vermietung nachzulegen, einigen Raum gab das Skeptikern für Schwarzmalerei und gelegentliche Häme – zumal die Firma MIB gleich mit ihrer ersten Vermietungsmeldung im Juli 2012 für Grummeln gesorgt hatte. C&A, hieß es damals, werde vom nahen City-Center in die Neue Mitte umziehen. Kein besonders großer Wurf, fanden viele Fürther.

Nun ist erheblich mehr Fleisch am Knochen. Von einem „tollen Anbieter“ spricht Laule mit Blick auf TK Maxx, „ein bisschen stolz“ sei man, die US-Kette, die 63 Filialen in Deutschland betreibt, nach Fürth gelotst zu haben. TK Maxx verkauft, oft stark reduzierte, Markenware und ein eigenes Sortiment. Der Laden wird 2100 Quadratmeter umfassen, das ist rund ein Sechstel der Neue-Mitte-Verkaufsfläche, und sich auf zwei Etagen genau im Zentrum des Neubaus von der Breitscheid- bis hinüber zur Moststraße erstrecken. Das Geschäft ist damit nach C&A  der zweite Ankermieter – will heißen: einer jener Anbieter, die besonders zugkräftig sein sollen.

Daneben werden die eher flippige spanische Textilkette Desigual (220 Quadratmeter) und – ebenfalls aus dem Bekleidungssektor – der gediegene deutsche Anbieter Gerry Weber (160 Quadratmeter) Flächen belegen. Bereits vorher klargemacht hatte man, wie berichtet, die Verträge mit Mango, sOliver, Esprit, dem Erlanger Schuhhaus Mengin und der Sparda-Bank.

Supermarkt kommt doch

Der vielleicht größte Coup ist MIB aber mit einer Kehrtwende gelungen: Der Lebensmittel-Vollsortimenter, der anfangs mal im Konzept drin, dann wieder draußen war, wird nun doch seinen Platz in der Neuen Mitte bekommen: Der kleinere Teil des 1250 Quadratmeter großen „Rewe- City-Markts“ entsteht direkt neben TK Maxx, von dort führen Rolltreppen zum größeren Part einen Stock tiefer – auf Höhe der Tiefgarage, mit Parkplätzen vor der Tür.

Eine Konkurrenz für den weit größeren Edeka-Markt, der im früheren Marktkauf-Gebäude geplant ist, sieht Fürths Wirtschaftsreferent Horst Müller nicht. Letzterer sei eher für die östliche Innenstadt und die Oststadt gedacht, Rewe soll die zentrale und die westliche Innenstadt bedienen.

Schräg gegenüber, auf der Wölfel-Seite, wird sich zudem eine Filiale der dm-Dogeriemarktkette (850 Quadratmeter) ansiedeln. Daneben, wo einst das City-Kinocenter Filme zeigte, eröffnet besagtes Hard Candy auf 2500 Quadratmetern und mehreren Geschossen – eine weltweit vertretene „Premium-Fitness-Marke“, wie MIB wirbt. Auf 400 Quadratmetern ist ein Wellnessbereich mit Pool im obersten Stockwerk in Planung.

„Eine sehr schöne Kombination“, findet MIB-Mann Laule, habe man erreicht, alles sei „gut durchgemischt“. Der klare Schwerpunkt liege aber – trotz Fitness und Bank – immer noch, wie im Rathaus gewünscht, auf Bekleidung, betont Oberbürgermeister Thomas Jung vorsichtshalber. Zusammen mit dem künftigen Hornschuch-Center (ehedem Marktkauf) erreiche Fürth endlich wieder das Niveau „einer normalen Einkaufsgroßstadt“.

Eröffnung verzögert sich

Kleiner Wermutstropfen: Bis zum Ende des Jahres wird nicht, wie vorgesehen, der ganze Komplex auf der Wölfel-Seite, sondern nur ein Teil mit C&A  und sOliver eröffnen können; der Rest müsse wegen unerwarteter „Baugrundprobleme“ mit Kellern und Hohlräumen, so der technische Leiter Maik Mehlhose, noch warten. Startschuss soll im ersten Quartal 2015 sein.

Auch auf der gegenüberliegenden Seite komme es, vor allem wegen der notwendigen Umplanungen für den Rewe-Markt, zu einigen Monaten Verzögerung. Angepeilter neuer Termin ist hier nun statt des ersten Quartals Mai oder Juni. Kein Beinbruch, meinen Laule und Mehlhose.

Dass man bei einem derart komplexen Projekt mitten im engen Innenstadtensemble „mal die eine oder andere Woche verliert“, sei nichts Ungewöhnliches. „Das ist halt wirklich Bauen, das ist nicht vergleichbar mit der grünen Wiese“, sagt Mehlhose. 

WOLFGANG HÄNDEL/Fürther Nachrichten

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