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Fürther sind häufiger krank

DAK verweist auf hohe Zahl der Ausfalltage — Stress im Beruf - 12.06.2012 13:00 Uhr

Stress im Beruf kann krank machen - vor allem, wenn die Anerkennung vom Chef ausbleibt.

Stress im Beruf kann krank machen - vor allem, wenn die Anerkennung vom Chef ausbleibt. © Hippel


Mit 3,5 Prozent lag der Krankenstand in Fürth deutlich über dem bayerischen Landesdurchschnitt (3,1 Prozent). Anders ausgedrückt: An jedem Tag des Jahres waren von 1000 bei der DAK versicherten Arbeitnehmern 35 krankgeschrieben.

Wie aus dem DAK-Gesundheitsreport für Fürth hervorgeht, nahmen die Krankschreibungen aufgrund von psychischen Leiden wie Depressionen um acht Prozent zu. Die Ausfalltage lagen damit 15 Prozent über dem Durchschnitt. Herz-Kreislauferkrankungen legten sogar um 24 Prozent zu. Die meisten Fehltage verursachten aber Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen – trotz eines insgesamt leichten Rückgangs.

„Der Krankenstand in der Region zeigt Handlungsbedarf auf“, kommentiert der Fürther DAK-Chef Werner Russow die Ergebnisse. „Im Alltag ist es wichtig, dass sich die Menschen richtig ernähren, entspannen und bewegen.“ Auch Arbeitgeber könnten über ein Gesundheitsmanagement den Krankenstand im Unternehmen beeinflussen. Russow zufolge belegen Studien die positive Wirkung von Rücken- oder Anti-Stress-Kursen.

Zweithäufigste Todesursache in Deutschland bleibt der Herzinfarkt. Neben den klassischen Risikofaktoren wie Rauchen, Bluthochdruck oder Übergewicht erhöhen auch Stress und Frust im Beruf das Infarkt-Risiko deutlich. Nach einer repräsentativen Untersuchung leiden in Bayern 11,8 Prozent der Berufstätigen an einer sogenannten beruflichen Gratifikationskrise. „Menschen haben Stress, weil sie sich für ihre Anstrengungen im Beruf nicht ausreichend belohnt fühlen“, erklärt Russow. „Dadurch verdoppelt sich das Risiko für eine schwere Herzerkrankung.“ Während bundesweit vor allem Facharbeiter und Arbeiter an dieser Krise leiden, seien Selbstständige und Freiberufler nur selten betroffen.

  

fn

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