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Im Goldenen Schwan sollen wieder Gäste tafeln

Traditionswirtshaus am Marktplatz wird im Zuge der Sanierung wiederbelebt — Stadt befreit vom Bebauungsplan - 17.07.2015 11:00 Uhr

Gastronomie und Wohnen statt Leerstand - der Goldene Schwan soll endlich, endlich wieder wachgeküsst werden.

Gastronomie und Wohnen statt Leerstand - der Goldene Schwan soll endlich, endlich wieder wachgeküsst werden. © Hans-Joachim Winckler


Am Mittwoch befasste sich der städtische Bauausschuss mit einem entsprechenden Wunsch der Gebäudeeigentümer. Demnach soll die Gaststätte im Erdgeschoss nach der Sanierung 90 Sitzplätze in drei Räumen haben. Im Keller soll ein Seminarraum – etwa für Brauseminare – entstehen. Zudem hätte man gerne 42 Plätze im Freien auf dem Podest vor dem Eingang sowie 76 weitere direkt neben dem Gauklerbrunnen.

Das Problem: Der Bebauungsplan für die Altstadt schließt neue Standorte für Gaststätten aus und erlaubt nur, bestehende Betriebe in geringem Umfang zu erweitern. Für das einstige Traditionswirtshaus Goldener Schwan ist die gaststättenrechtliche Erlaubnis aber längst erloschen; schon 1973 waren die Räume in eine Wohnung umgewandelt worden.

Damit dort wieder Gäste bewirtet werden können, hat der Ausschuss nun einstimmig grünes Licht gegeben, das Haus „formal von unserem Bebauungsplan zu befreien“, wie es Baureferent Joachim Krauße formulierte. Noch nicht beschlossen wurde über Details des Umbaus, auch die Außenbestuhlung war noch nicht Gegenstand der Abstimmung.

Debatte über Freifläche

Die Verwaltung ließ aber bereits durchblicken, dass sie es für sinnvoll hält, nur die Schankfläche vor dem Eingang zu erlauben und die zweite am Brunnen abzulehnen. „Um mögliche Konflikte mit der Nachbarschaft zu minimieren“ sowie aus gestalterischen Gründen, heißt es in einer Sitzungsunterlage. Dieser Meinung schlossen sich einige Stadträte an.

„Wir sollten hier nicht über das Ziel hinausschießen“, sagte SPD-Fraktionschef Sepp Körbl mit Blick auf den Lärm-Konflikt in der nahen Gustavstraße. Kamran Salimi von den Grünen räumte ein, dass ihm der Wunsch nach Außenbestuhlung in dieser Größenordnung „Bauchschmerzen“ bereite. Baureferent Krauße stellte klar, egal wer der Wirt sein und wie das Gasthaus aussehen werde: „Richtwerte in Sachen Lärmschutz müssen eingehalten werden.“ 

Johannes Alles

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