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MyOma sucht Kompottköche

Fürther Unternehmen will Fruchtmus nach alten Rezepten vertreiben - 20.04.2017 21:00 Uhr

Auf der Suche nach Rezepten ist derzeit die Fürther Lieblingsoma GmbH, die ab Sommer „Omakompott“ vertreiben möchte. Vielleicht kommt dann auch ein pfiffiges Kompott mit Johannisbeeren zum Zug. © Archivbild: Gabi Pfeiffer


Schon seit fünf Jahren stricken sie um die Wette: Inzwischen gehören 147 ältere Damen und ein Herr aus ganz Deutschland zum Team der Lieblingsoma GmbH und fertigen auf Bestellung, Mützen, Schals, Handschuhe und sogar Trachten. Dabei stecken sie viel Zeit und Liebe in jedes einzelne Produkt.

Wer eines der handgemachten Teile, sein Eigen nennen möchte, kann es unter www.myoma.de auswählen und hält es rund zwei Wochen später samt personalisierter Postkarte in den Händen. Jede Oma bekommt dafür ein Drittel des Verkaufspreises. Wie die "Strickomas" auf der Internetseite erzählen, können sie sich ein Leben ohne ihre geliebte Handarbeit kaum mehr vorstellen.

Das Label MyOma bietet ihnen die Möglichkeit, sich auf regionalen Treffen auszutauschen, mehr aus ihrem Hobby zu machen und dabei sogar soziale Projekte und Einrichtungen wie die Fürther Wärmestube, die Caritas oder auch die Stadtmission zu unterstützen.

Geschäftsführerin Verena Pröschel, möchte das Sortiment nun ab Ende April erweitern: "Kochomas" und ihre besonderen Kompott-Rezepte werden gesucht. Ähnlich süß wie die Erdbeer-, Brombeer- und Himbeermützchen, die bereits über myOma zu erwerben sind, soll auch das neue "Omakompott" für die Sommersaison werden. Dabei müssen die Omas aber nicht tagelang selbst in der Küche stehen. Zunächst ist man nun auf der Suche nach kochbegeisterten älteren Menschen aus der Region, die ihre "Geheimrezepte" nicht nur mit den Enkeln und der Familie teilen möchten. "Die Kompotte sollen gesund sein", sagt Pröschel, "wenig Zucker enthalten, dürfen gerne innovativ und neuartig sein und sollen dabei dennoch an Hausgemachtes erinnern."

Koch entwickelt Rezepte

Sind die Rezepte erst einmal gefunden, geht es in die Küche, wo die pfiffigen Kompottideen mit Hilfe eines Kochs ausprobiert und weiterentwickelt werden sollen. Sobald die Sorten stehen, werden die Rezepte an einen Produzenten übergeben. Verkauft werden die Gläser dann Online und im Einzelhandel.

Die Omas begleiten ihre Kompotte jedoch weiterhin. "Unser Ziel ist es, dass verschiedene Omas für eine Sorte stehen und diese auch bewerben", erklärt Verena Pröschel. Wie genau das jedoch aussehen soll, ist noch unklar. Vielleicht, so Pröschel, weisen wir mit einem Link auf unseren Blog hin.

Auch die Omas haben etwas davon: Das Geld für die Teilnahme spendet MyOma direkt an Projekte, welche die Senioren selbst auswählen dürfen. Omas mit Gewerbeschein erhalten eine Aufwandsentschädigung. Auf dem MyOma-Blog können ambitionierte Hobbyköche zudem ihre Lieblingsrezepte vorstellen oder sogar ein Kochbuch verwirklichen.

Für den ersten Kochkreis werden jetzt zunächst 15 Omas gesucht. Wer dabei sein möchte, kann sich bei Lisa Tiefer unter der Telefonnummer (0911) 31 04 45 55 oder per Mail unter lisa.tiefel@myoma.de melden. In Kürze soll dann die erste Informationsveranstaltung mit den Interessierten stattfinden.  

JULIA HAMPEL

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