Mittwoch, 16.01.2019

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Neue "Lila Ecke" und reichlich Kunst im Fürther Klinikum

Art-Agency Hammond präsentiert Werke von Hirthammer, Feiner und Wellhöfer - 29.03.2017 17:00 Uhr

Der Künstler Josef Hirthammer (von links), Galerist John Hammond , Künstlerin Ilse Feiner, OB Thomas Jung und Künstlerin Ria Wellhöfer bei der Vernissage. © Foto: André De Geare


Helfer, Patienten, Ärzte und viele weitere Besucher drängten sich in dem Raum, um an der Einweihung und der Eröffnung einer durch die Art-Agency Hammond ausgerichteten Ausstellung teilzunehmen. Die Künstler Gabriele Dauerer, Ilse Feiner, Josef Hirthammer und Ria Wellhöfer haben sich auf die Örtlichkeit eingelassen, haben Bilder und Fotografien beigesteuert, die passend zum Raum unter dem Titel "ein Hauch von Lila" stehen.

So dominieren etwa in Feiners großformatigem Acrylbild "Kulisse Berg" purpurne Felder im Vordergrund eine toskanisch anmutende Landschaft mit Zypressen und Berghängen im Hintergrund. Das Lila taucht in einem kleineren Bild mit Tulpen wieder auf, oder in Wellhöfers Fotodrucken von Blumen, in denen der genaue, der nahe Blick auf die Natur im Zentrum steht. Es sind keine spektakulären Fotos, sie zeigen, was jeder sehen kann, der etwa eine Blume aus der Nähe betrachtet – genau den Blick, für den die meisten Menschen sich die Zeit nicht nehmen. In der Krankenhaussituation kann das anders sein, dort wendet sich die Aufmerksamkeit Dingen zu, die im Alltag unwichtig, selbstverständlich oder unrentabel erscheinen.

Diese Gelegenheit zur Neubesinnung, so erklären die Mitarbeiter der Klinikseelsorge, die von Anfang an eng mit den "Lila Diensten" im Klinikum zusammenarbeiten, ist gut für die Seele. In seinem Grußwort erinnert OB Thomas Jung daran, dass für ein Projekt wie die "Lila Ecke" letztlich die Menschen entscheidend sind, und dankt den ehrenamtlichen Helfern und Helferinnen, die dazu beitragen, den ganzen Menschen mit seinen Bedürfnissen in den Blick zu nehmen. Heilung für Körper und Geist, so betont er, geht über das hinaus, was Krankenkassen abrechnen, und wäre ohne freiwilliges Engagement unmöglich.

Damit auch bei der Vernissage alle Sinne angeregt werden, gab es neben den Bildern fürs Auge, neben Getränken und Häppchen zum Schmecken und Riechen auch noch etwas zum Hören: Heike Wetzel Yates gestaltete (gemeinsam mit Susanne Bunya-Schön am Klavier) auf der Flöte den musikalischen Teil der Feier. Vor dem Bild der Krokusse flattern in Bachs Menuett die Töne der Flöte auf und nieder, ruhig bewegt zuerst, dann wild hin- und herschwirrend wie ein hyperaktiver Schmetterling angesichts einer üppigen Blumenwiese.  

SIGRUN ARENZ

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