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Rangelei in Karlsruhe: Fürth-Fans kritisieren Polizei-Einsatz

Stimmungsboykott der Fans - Drei Menschen verletzt, zwei festgenommen - 12.12.2015 19:57 Uhr

Stimmungsboykott: Die Zaunfahne drehten die Kleeblatt-Fans demonstrativ um. © Sportfoto Zink / WoZi


Eigentlich wollten die etwa 200 mitgereisten Kleeblatt-Fans ihr Team zum Sieg schreien. Doch im Auswärtsblock gegen den Karlsruher SC blieb es unmittelbar nach Anpfiff völlig still, die Zaunfahne wurde demonstrativ verkehrt herum aufgehangen. Der Grund für den Stimmungsboykott: Bereits vor der Partie kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Fürther Anhängern. Sie kritisieren einen "überharten Einsatz der Polizei auf dem Parkplatz vor dem Stadion", wie die Fürther Nachrichten aus Fankreisen erfuhren.

Die Polizei skizziert den Vorfall anders. Zunächst hieß es, dass ein Polizeimotorradfahrer Busse mit Fürther Fans einlotsen wollte und diese dann sofort auf ihn losgingen. Es kam zu einer Rangelei und "tumultartigen Szenen", wie ein Polizeisprecher auf Nachfrage erklärte. Dabei wurden auch Schlagstöcke und Pfefferspray eingesetzt. Die Polizei sprach von "ultratypischem Verhalten und Solidarisierungseffekten untereinander".

Ersten Informationen der Polizei nach wurden drei Menschen verletzt, letztlich mussten aber nur zwei behandelt werden. Unter anderem soll ein Polizeihund zugebissen haben. Die Polizei hat drei Personen festgenommen und Ermittlungsverfahren unter anderem wegen Körperverletzung und Beleidigung eingeleitet. Von weiteren Fürther Fans hat sie die Personalien aufgenommen.

Hergang stellt sich nach Spielende anders dar

Bereits bei der Anfahrt kam es zu Zwischenfällen: Nach Angaben der Polizei seien mehrere Personen auf der Autobahn aus dem Bus gestiegen. Dadurch kam es zu einer "Gefährdungssituation". Nach Spielende brachte die Polizei in einer Pressemitteilung diesen Vorfall in einen direkten Zusammenhang mit den "tumultartigen Szenen". So sollte der Fahrer noch auf dem Gästeparkplatz am Stadion auf die Verkehrsgefährdung angesprochen werden - von einem "Einlotsen" ist in dem Bericht keine Rede mehr.

Bei dem Gespräch solidarisierten sich die Businsassen mit dem Fahrer und attackierten einen Polizeibeamten. Im weiteren Verlauf suchte die Fürther Ultraszene laut Polizei die Konfrontation mit den Beamten und warf Glasflaschen sowie andere Gegenstände auf die hinzueilenden Einsatzkräfte.

Der Einsatz von Diensthunden sowie von Schlagstöcken und Pfefferspray wurde in der Pressemitteilung ebenso bestätigt, wie die Anzahl der verletzten und festgenommen Personen.

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tl/mst

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