24°

Donnerstag, 20.09.2018

|

Sicherheitswacht in Stein und Oberasbach

Ehrenamtliche sollen die örtliche Polizei vor allem bei Ordnungsaufgaben unterstützen - 03.08.2018 21:00 Uhr

In Fürth gibt es die Sicherheitswacht schon. Immer zu zweit sind Ehrenamtliche unterwegs und jederzeit Ansprechpartner der Bürger. Im Ernstfall können sie über Funk die Polizei rufen. © Archivfoto: Hans-Joachim Winckler


Die Initiative dazu hat der Steiner Inspektionsleiter Horst Küspert ergriffen. In beiden Stadtratsgremien wurde die Idee "sehr aufgeschlossen" aufgenommen, wie Oberasbachs Bürgermeisterin Birgit Huber anmerkte. Ihr Steiner Kollege Kurt Krömer betonte, dass man die Sicherheitswacht nicht etwa brauche, weil es eine hohe Kriminalität gebe, im Gegenteil: Der Landkreis Fürth gilt als sehr sicher.

Es gehe vielmehr darum, den Bürgern einen Ansprechpartner in Sicherheits- und Ordnungsfragen anzubieten. Hermann Guth, leitender Polizeidirektor des Präsidiums Mittelfranken, in dessen Aufgabenbereich die Sicherheitswachten fallen, hob hervor, dass das "Sicherheitsgefühl der Bürger ein hohes Gut" sei, das man durch solche Maßnahmen erhalten wolle.

Für Stein und Oberasbach werden acht bis zehn Ehrenamtliche gesucht, die mindestens fünf Stunden pro Monat auf Streife gehen. Dafür erhalten sie eine kleine Aufwandsentschädigung von acht Euro pro Stunde.

Einfach so werden die Sicherheitskräfte jedoch nicht auf die Straße geschickt. Ihrem ersten Einsatz geht ein Bewerbungsgespräch mit dem Steiner Inspektionsleiter voraus, dann folgt eine 40-stündige Schulung im Polizeipräsidium Mittelfranken.

Die Ausstattung vom Funkgerät übers Reizgasspray, das dem persönlichen Schutz dient, bis zur dunkelblauen Kleidung stellt der Freistaat zur Verfügung. Zwar dürfen die Ehrenamtlichen keine hoheitlichen Aufgaben wie Festnahmen oder Beschlagnahmen übernehmen, aber sie können Platzverweise aussprechen oder Personalien feststellen. Sollte es brenzlig werden, können sie jederzeit über Funk eine Streife rufen.

Einsatzgebiete sind beispielsweise der Steiner Rednitzgrund oder der Hainberg. Küspert kann sich auch vorstellen, dass es bei vielen Festen sinnvoll ist, auf die Sicherheitswacht zurückzugreifen. Die beiden Bürgermeister hatten schon eine Vielzahl von Ideen für die Einsätze der künftigen Helfer der Polizei: Verstöße gegen die Anleinpflicht bei Hunden, lautes Feiern im öffentlichen Raum, Verunreinigungen und Vandalismus in Grünanlagen und auf Spielplätzen.

Mehr über die Sicherheitswacht unter http://www.polizei.bayern.de/wir/ sicherheitswacht 

Beate Dietz

3

3 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Stein