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SpVgg: Das neue Stadion soll noch größer werden

Das Kleeblatt erwägt, gleich Platz für mehr als 20.000 Fans zu schaffen - 16.05.2012 09:00 Uhr

Es muss geschraubt werden: 2009 wurden auf der Südtribüne neue Sitze angebracht, jetzt wird die Stahlrohrkonstruktion komplett ab- und größer wieder aufgebaut — für die Dauer von zwei Jahren.

Es muss geschraubt werden: 2009 wurden auf der Südtribüne neue Sitze angebracht, jetzt wird die Stahlrohrkonstruktion komplett ab- und größer wieder aufgebaut — für die Dauer von zwei Jahren. © Mark Johnston


Während sich die Spieler in den Urlaub verabschiedet haben, arbeitet das andere Personal des Kleeblatts mit Hochdruck an der Verbesserung der Infrastruktur des frischgebackenen Erstligisten. 2014 soll das neue Stadion an der Johann-Zumpe-Straße in der Fürther Südstadt fertiggestellt sein — mit einem Fassungsvermögen von 20000. Ein etwaiger Ausbau auf bis zu 28000 Plätze war — im Bedarfsfall — für einen späteren Zeitpunkt angedacht. Nach dem erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga scheint das Interesse am Kleeblatt aber derart immens gestiegen zu sein, dass das Fürther Fußballglück schon früher als angenommen einen größeren Rahmen benötigen könnte.

In dieser Woche kommen Investor Sommer, Vereinspräsident Helmut Hack und Vizepräsident Holger Schwiewagner zusammen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Bereits so gut wie sicher ist, dass die Südtribüne im Ronhof abgerissen und durch eine neue, höhere Stahlrohrkonstruktion ersetzt wird. Dadurch sollen ab der kommenden Saison rund 3000 Menschen mehr in das alte Stadion passen als bisher. Und im Erdgeschoss von VIP-Nord werden weitere Logen eingebaut, die bislang dort angesiedelte Geschäftsstelle der SpVgg zieht in Büro-Container. Die Maßnahmen sind ein Indiz dafür, wie sicher die Spielvereinigung mit einem Quantensprung beim Zuschauerzuspruch rechnet. Die Investition muss sich nämlich binnen zwei Spielzeiten amortisieren.

Voraussichtlich im Herbst wird in der Südstadt die Baugrube für das neue Stadion ausgehoben, für das bislang samt Grundstückskauf und Außenanlagen rund 35 Millionen Euro veranschlagt sind. Im Frühjahr 2013 soll mit dem Tribünenbau begonnen werden. „Wir werden dann ja sehen, wo der Verein steht, ob die Begeisterung auch nachhaltig ist“, sagt Thomas Sommer. Wie berichtet wird der Millionär, der in der Region etwa 350000 Quadratmeter Gewerbefläche vermietet, die Arena aus seiner Privatschatulle finanzieren und langfristig an die Fußball-GmbH der SpVgg vermieten.

„So wie Manchester“

Sollte sich die Elf von Trainer Mike Büskens am Ende der kommenden Saison nicht in akuter Abstiegsgefahr befinden und die Nachfrage nach Eintrittskarten für den Ronhof das Angebot deutlich übersteigen, wird aus dem Schmuckkästchen, das der SpVgg bislang vorschwebt, wohl gleich ein veritables Stadion.

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Es sei einfach kostengünstiger, das Bauwerk von Anfang an größer zu dimensionieren als es nachträglich noch aufzustocken, erläutert Sommer. Schon jetzt gehe man bei den Planungen auch von einem Fassungsvermögen von 23000 Menschen aus, sogar der sofortige Maximalausbau auf rund 28000 Plätze sei grundsätzlich denkbar. Die Mehrkosten für die kleinere der beiden Varianten schätzt Sommer grob auf zwei bis drei Millionen Euro.

Demnächst wird die Baumaßnahme öffentlich ausgeschrieben. Bei der Machbarkeitsstudie, so Sommer, hätten sich bisher keine nennenswerten Probleme ergeben. Der erfolgreiche Geschäftsmann war im April von einem Uhrenhersteller zu einem Heimspiel von Manchester United eingeladen und offensichtlich sehr beeindruckt. Nach wie vor soll die neue Heimat der SpVgg ein reinrassiges Fußballstadion nach englischem Vorbild werden. „So wie Manchester, nur ein bisschen kleiner“, sagt Sommer. Die Frage ist jetzt nur noch, wie viel kleiner als das 76000 Fans fassende Old Trafford.

  

Kurt Heidingsfelder

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