16°

Freitag, 21.09.2018

|

Stau in Stein: Lösung gesucht

Studie zur Verkehrsentlastung bezieht auch Nürnberg mit ein - 28.06.2018 16:00 Uhr

Der tägliche Berufsverkehr. © Hans-Joachim Winckler


Eine Verlängerung der U-Bahnlinie 2 nach Stein ist auch nach einem neuen Gutachten der Firma Intraplan nach wie vor nicht wirtschaftlich, zumindest wenn man das Vorhaben alleine für sich nach den Maßstäben des sogenannten Standardisierten Bewertungsverfahren betrachtet. Das teilte Landrat Matthias Dießl im Umwelt- und Verkehrsausschuss mit. Die Stadt Nürnberg hat die U-Bahn-Verlängerung jedoch nach wie vor in ihrem Nahverkehrsplan.

In den Fokus ist jüngst auch die Straße gerückt: Im Bundesverkehrswegeplan ist eine südliche Ortsumgehung von Stein vorgesehen. Deren Realisierung liegt aber in weiter Ferne, denn das Projekt ist in die Kategorie "Weiterer Bedarf mit Planungssicherheit" eingestuft – quasi unter ferner liefen. In Nürnberg stößt das Vorhaben auf großen Widerstand.

Alles was fährt im Blick

Deshalb soll nun der Verkehrskorridor zwischen der Autobahn A 6 und dem Nürnberger Südwesten verkehrsmittelübergreifend betrachtet werden. Bewertungstechnisch betritt man damit Neuland. Der Freistaat ist mit im Boot. Die Zusage von Innenminister Joachim Herrmann wurde von der neuen Verkehrsministerin Ilse Aigner bestätigt. An der Machbarkeitsstudie – Titel: "Entlastung der Ortsdurchfahrt der B 14 in Stein in verkehrsneutraler Betrachtung" –, beteiligt sich das Land mit 75 Prozent. Als Kosten kalkuliert sind rund 300 000 Euro.

Im Juli soll jetzt ein Abstimmungsgespräch zwischen den beteiligten Städten, dem Landkreis, dem VGN, der Staatlichen Bauverwaltung und der Regierung von Mittelfranken folgen. Dabei geht es auch darum, wer die Federführung dieses Steuerungskreises übernimmt. Diese Aufgabe könnte durchaus auf den Landkreis zulaufen, sagte Dießl. Bei dem folgenden Prozess sei es entscheidend, außerhalb der einzelnen Kategorien (Straßenbau, ÖPNV etc.) zu denken. Projekte, die dabei herauskommen – sei es U-Bahn, Umgehung, Busbeschleunigungsspur oder Radweg –, müssten dann aber wieder in die jeweiligen Fördertöpfe passen, so der Landrat. "Außer der Staat sagt: Wir machen das jetzt anders." 

Harald Ehm

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Zirndorf, Stein