11°

Sonntag, 23.09.2018

|

Stein: Kinderbetreuung kommt teuer

Auch der Hortumbau Oberweihersbuch findet sich im Haushalt der Stadt - 01.04.2018 21:00 Uhr

Viel Geld investiert die Stadt Stein in die Betreuung von Kindern. Unser Bild zeigt den Hort in Oberweihersbuch. © Ulrich Schuster


Kämmerer unterscheiden zwischen Verwaltungs- und Vermögenshaushalt, die heuer in Stein zusammen ein Rekordvolumen von knapp 40 Millionen Euro erreichen. Die Steigerung versteckt sich im Verwaltungshaushalt, in dem nicht nur alle geplanten laufenden Ausgaben von Personalkosten über Gebäudeunterhalt bis zur Abgabe an den Landkreis — die Kreisumlage — zu finden sind, sondern auch alle Einnahmen.

Und hier gibt es Erfreuliches: Die Gewerbesteuer und die Einkommensteuerbeteiligung sind gestiegen. Obwohl Kämmerer Martin May berufsbedingt zu den vorsichtigen Menschen gehört, wagt er es angesichts der guten Konjunktur, die Gewerbesteuerprognose von drei auf vier Millionen zu erhöhen. Eine Prognose ist es deshalb, weil die tatsächlichen Einnahmen erst zum Jahresende feststehen.

Viele Rentner

Bei der Einkommensteuer will Stein immerhin auf 9,3 Millionen Euro kommen (2017: 8,8 Millionen). Allerdings schneidet die Stadt hier wegen ihrer ungünstigen Altersstruktur schlechter ab als vergleichbare Kommunen. Grund: Es leben überproportionale viele Rentner in Stein.

Auch im Verwaltungshaushalt nachzulesen ist, wie viel Geld die Kommune für ihre Investitionen (siehe untenstehender Bericht), also für den Vermögenshaushalt, erwirtschaftet. Heuer sind das zwei Millionen Euro. "Das ist sehr zufriedenstellend", kommentiert Bürgermeister Kurt Krömer die sogenannte Zuführung.

Was im Vorjahr nicht ausgeben wurde, fließt heuer wieder in den Etat ein: 2,8 Millionen Euro.

Ein 3,7 Millionen Euro schwerer Zuschusss des Freistaats, die sogenannten Schlüsselzuweisungen, und Geld aus diversen Förderprogrammen stehen ebenfalls im Vermögenshaushalt zur Verfügung.

Außerdem ist eine Neuverschuldung von 1,3 Millionen Euro vorgesehen. Da gleichzeitig ein Kredit getilgt wird, entspricht dies einer Netto-Neuverschuldung von 800 000 Euro. Sollte das neue Darlehen tatsächlich nötig sein, dann hätte die Stadt zum Jahresende 2018 fast 13 Millionen Schulden. Doch sicher ist noch nicht, ob das Geld tatsächlich benötigt wird. Das hängt unter anderem vom Fortschritt bei diversen Projekten ab. 

Beate Dietz

1

1 Kommentar

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Stein