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Täglich Staugefahr: Hier brauchen Fürther Autofahrer Geduld

An den Problemstellen in Stadt und Landkreis ist wenig Besserung in Sicht - 19.03.2018 06:00 Uhr

Morgens geht es derzeit flotter, aber abends ist am Steiner Schloss Stau programmiert. © Berny Meyer


Kein Stau steht für sich allein. Gut zu beobachten ist dies derzeit am Steiner Verkehrsengpass, der sich durch die aktuelle Baustelle an der Schlosskreuzung in den Abendstunden – morgens geht’s flotter— weiter verschärft hat.

Bis zu 35 000 Fahrzeuge passieren werktäglich diese Stelle, derzeit könnten es etwas weniger sein, denn die Autofahrer suchen nach der Lücke: Wer von Fürth Süd in Richtung Stein will, weicht über die Rothenburger Straße aus, die mit über 35 000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten befahrenen Staatsstraßen in Bayern gehört und damit extrem stauanfällig ist.

Momentan müssen hier noch mehr Pkw und Laster verkraftet werden. Denn Ortskundige versuchen, über Oberasbach nach Stein zu gelangen. Die Folge sind lange Rückstaus vor der Linksabbieger-Ampel in die Nürnberger Straße. Noch bis November bleibt es bei der Baustelle am Steiner Schloss (wir berichteten). Danach kehrt wieder der normale Stau-Alltag ein.

Autofahrer im Fürther Westen haben es zurzeit ebenfalls nicht leicht: Gleich auf drei Routen in Richtung Zentrum standen zuletzt Baustellen im Weg. Der untere Abschnitt der Hardstraße ist gesperrt, die Würzburger Straße kurz vor der Billinganlage verengt. Und wer über die Breslauer Straße ausweichen wollte, landete ebenfalls leicht im Stau. "Das nervt total", klagt eine Nutzerin auf der FN-Facebook-Seite.

Immerhin in der Breslauer Straße haben Autofahrer seit Freitag wieder freie Fahrt. Der Wasserrohrbruch ist behoben. Die kurzfristig installierte Ampelanlage, die während der Arbeiten den Verkehr regelte, ist ausgeschaltet und wird in Kürze abgebaut.

Baumaßnahmen sorgen daneben auch in der Theresien- und Hirschenstraße für Behinderungen. Am Kavierlein wiederum verengen geparkte Handwerkerautos die vielbefahrene Poppenreuther Straße. "Diese Probleme werden sich wieder lösen", sagt Jürgen Eck, Leiter der Fürther Verkehrspolizei.

Wenig Hoffnung auf Besserung aber gibt es auf jenen Fürther Hauptverkehrsadern, auf denen es im Berufsverkehr regelmäßig im Schneckentempo vorangeht – allein wegen der Masse der Fahrzeuge: Betroffen ist vor allem die Würzburger Straße bzw. abends die Henri-Dunant- und Kapellenstraße sowie die Südwesttangente. Ein Nutzer etwa steht oft in der Schlange derjenigen, die von der Schwabacher Straße auffahren wollen. Auch auf dem Frankenschnellweg staut es sich regelmäßig. "Ausfahrt Nürnberg-Doos: Jeden Morgen das gleiche Spiel", schreibt eine Leserin.

An diesen Staustellen kann man wenig verändern, glaubt Eck. "Das ist einfach ein Mengenproblem." Wären zusätzlichen Spuren denkbar? Eck bezweifelt das. Viele wünschten sich doch eher, weniger Individualverkehr in der Stadt zu haben. "Da möchte man nicht noch mehr Anreize schaffen." Insgesamt beurteilt er Fürths Stauprobleme jedoch als "überschaubar". 

bd/czi

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