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Tipps von der Kinderkrankenschwester

Das Angebot „Frühe Hilfen“ für junge Familien und Alleinerziehende wird ausgebaut - 25.01.2014 13:00 Uhr

Kinderkrankenschwester Svenja Höse zeigt die Broschüren, sie greift jungen Familien gerne unter die Arme. Die Jugendämter in Stadt und Landkreis hoffen auf Nachfrage. © Glaser


Schon seit rund zwei Jahren gibt es die „Frühe Hilfe“ — ein Angebot vor allem für werdende Eltern, junge Familien und Alleinerziehende mit Babys und Kleinkindern bis etwa drei (Stadt Fürth) oder sechs Jahren (Landkreis Fürth). In diesem Rahmen können sich junge Eltern mehrmals in der Woche zuhause von einer Kinderkrankenschwester bei der Säuglingspflege unterstützen lassen. Auch Erziehungsberatungen werden beispielsweise auf Wunsch und bei Bedarf von den KoKi-Mitarbeiterinnen vermittelt.

All das ist für die Familien kostenlos. Wie Hermann Schnitzer, Leiter des Fürther Jugendamts, sagt, wird der Einsatz über das Programm „Bundesinitiative Frühe Hilfen“ finanziert. Ute Hallenberger, Jugendamtsleiterin im Landkreis, legt zudem Wert darauf, dass es sich bei der KoKi-Hilfe eben nicht um eine von Behörden angeordnete Maßnahme handelt. Eltern nehmen das Angebot freiwillig in Anspruch. „Das muss man klar unterscheiden.“

Bislang kümmerten sich zwei Kinderkrankenschwestern um die meist jungen Familien aus Stadt und Land, die Hilfe suchten. Die bisher überschaubare Zahl von Anfragen erkläre sich damit, dass das recht neue Angebot in der Bevölkerung noch zu wenig bekannt ist, sagen Nicole Braun (KoKi Fürth Stadt) und Kollegin Petra Albert (Landkreis).

Freilich setzte auch die Finanzierung der kostenlosen Elternunterstützung gewisse Grenzen bei der Personaldecke. Das ändert sich nun: „Durch die Bundesinitiative Frühe Hilfe haben wir weitere Mittel zur Verfügung“, sagt Hermann Schnitzer erfreut. In enger Zusammenarbeit von Stadt und Landkreis können die „Frühen Hilfe“ daher 2014 ausgebaut werden. Mit wachsender Bekanntheit des KoKi-Angebots erwarteten sich die Beteiligten mehr Anfragen von Alleinerziehenden und Familien. Um den dann steigenden Bedarf zu decken, werden daher weitere Kinderkrankenschwestern gesucht.

„Das KoKi-Angebot ‚Frühe Hilfe‘ soll präventiv wirken“, betont Nicole Braun. Eine frühzeitige Unterstützung junger Eltern, so die bisherige Erfahrung, könne zum Beispiel verhindern, dass später womöglich auch das Jugendamt tätig werden muss.

Für Kinderkrankenschwester Svenja Höse, die auf Honorarbasis und je nach Bedarf mit bislang einer Kollegin Familien unterstützt, ist die direkte Familienhilfe samt Grundversorgung und lebenspraktischer Tipps jedenfalls eine interessante und sinnvolle Tätigkeit: „Das Feedback der Eltern ist positiv, man sieht auch den Erfolg.“ Manchmal sei schon nach wenigen Wochen, meist aber spätestens nach ein paar Monaten, keine weitere Hilfe mehr nötig.

Damit die Erweiterungspläne für die „Frühe Hilfe“ zum Erfolg werden, sind für die Verantwortlichen zwei Faktoren entscheidend: Zum einen muss die Nachfrage von Familien in Stadt und Landkreis wachsen, zum anderen braucht es geeignete neue Mitarbeiterinnen. „Es wäre mehr als schade, wenn wir die zusätzlichen Finanzmittel nun nicht auch sinnvoll einsetzen könnten.“

Informationen und Hilfe für Eltern und Alleinerziehende sowie Bewerbungen als Kinderkrankenschwester bei KoKi unter: Fürth Stadt: Tel. (0911) 9741569, Mail nicole.braun@fuerth.de — Fürth Land: Tel. (0911) 97731277, Mail koki@lra-fue.bayern.de
  

Matthias Glaser

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