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Tüchtige Frauen sichern den Erfolg

Die Unternehmerinnen im Handwerk trafen sich zur Bundestagung in Fürth - 28.10.2012 22:00 Uhr

Susanne Jantzen, hier mit ihrer Familie vor der Fürther Pyramide,  wurde mit dem Preis „Unsere UFH-Frau 2012“ ausgezeichnet.

Susanne Jantzen, hier mit ihrer Familie vor der Fürther Pyramide, wurde mit dem Preis „Unsere UFH-Frau 2012“ ausgezeichnet. © Johannes Fritz


Etwa 200 Frauen der über 6000 UFH-Mitglieder haben den Weg nach Franken angetreten. Unter ihnen sind gestandene Unternehmerinnen wie Helga Löw, die Vorsitzende des Arbeitskreises Nürnberg-Fürth. Ohne die praktische Hilfe, die der Verband leisten kann, wäre sie heute wohl nicht da, wo sie ist: Nach dem Tod ihres Mannes führte sie die Produktion von Präzisionsteilen in Fürth weiter. Dies gelang, weil Löw bei der Handwerkskammer neben Beruf und Familie eine Ausbildung als Betriebswirtin absolviert hatte und über vielfältige Kontakte verfügte.

Die Erfahrung, dass die anderen Unternehmerfrauen die gleichen Probleme haben, sei im UFH ganz entscheidend, sagt Löw. Der Verband legt Wert darauf, dass die Mitstreiterinnen sich vernetzen und weiterbilden. Außerdem sollen sie für Themen wie Altersvorsorge, Krankenversicherung oder Absicherung nach dem Verlust des Partners sensibilisiert werden — denn die meisten denken wegen ihrer vielfältigen Aufgaben in Familie und Betrieb kaum an sich selbst, so die Verantwortlichen.

Diese Mehrfachbelastung kennt auch Susanne Jantzen aus Saarbrücken. Sie wurde in Fürth als „Unsere UFH-Frau 2012“ ausgezeichnet: Über Jahre hat sie sich im Verband engagiert. Gleichzeitig kümmerte sie sich um die Büroarbeit in der Schreinerei der Familie, ihre mit dem Down-Syndrom geborene und an Leukämie erkrankte Tochter, zwei Söhne sowie um mehrere Ehrenämter.

Die meisten UFH-Mitglieder arbeiten in den Betrieben ihrer Partner mit und haben dafür den erlernten Beruf aufgegeben. In der Regel übernehmen sie kaufmännische Aufgaben, die für den Geschäftserfolg ebenso bedeutend sein dürften wie die handwerklichen Fähigkeiten der Meister. Ein kleiner Teil der UFH-Mitglieder ist selbst unternehmerisch tätig.

Die bayerische Landesvorsitzende Birgit Niedermaier betont: „Wir haben die Frauenquote mit 50 Prozent in unseren Betrieben, und das funktioniert bestens.“ Auch die Männer sähen das so. Deshalb hat sich der bayerische UFH-Landesverband 2011 für eine verbindliche Frauenquote in großen Unternehmen und der Politik ausgesprochen. 

Johannes Fritz

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