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Uferpromenade: Ruf nach einem zweiten Fest

Walter Landgraf erklärt, warum das Festival am Fluss nach 2007 keine Neuauflage erfuhr - 12.09.2012 09:00 Uhr

Laue Augustnächte, entspannte Menschen: 2007 feierte Fürth — hier am Badsteg — seine neue Uferpromenade mit einer Riesensause. Wiederholt wurde das Fest trotz großer Begeisterung nicht mehr.

Laue Augustnächte, entspannte Menschen: 2007 feierte Fürth — hier am Badsteg — seine neue Uferpromenade mit einer Riesensause. Wiederholt wurde das Fest trotz großer Begeisterung nicht mehr. © Hans-Joachim Winckler


Herr Landgraf, drei Bühnen, etliche Bands und geschätzte 60000 Menschen ein ganzes Wochenende in Partylaune. Hat Ihnen das Fest zur Eröffnung der Promenade vor fünf Jahren selbst nicht gefallen?

Landgraf: Doch, es war mit Sicherheit eines der schönsten, das wir 2007 hatten. Da passte einfach alles. Das Wetter und die Musik, die Menschen waren entspannt. Es war wie Urlaub in Fürth.

Warum wurde die Feier dann nie wiederholt, obwohl es damals Überlegungen gab, es in einem zweijährigen Turnus zu tun?

Landgraf: Ja, es gab diese Überlegungen. Aber da draußen existiert keine Infrastruktur. Die Hauptbühne stand ja auf den Wiesen bei der Siebenbogenbrücke. Es ist unglaublich schwierig, dort etwas hochzuziehen. Das fängt mit den Stromleitungen an und geht bis zum Zu- und Abwasser für die Gastronomie. Wir hatten an der Bühne durchgehend zwei Generatoren laufen. Das war alles schon sehr herausfordernd und mit entsprechenden Kosten verbunden.

Das heißt, man bräuchte für eine Wiederholung unbedingt Sponsoren?

Landgraf: Richtig. Wir haben zwar auch jetzt noch viele engagierte Sponsoren. Allerdings war deren Zahl im Jahr 2007 nochmal höher. Ein runder Stadtgeburtstag ist eben etwas Einzigartiges.

Freut oder nervt es Sie, dass die Leute heute noch von dem Fest schwärmen und es am liebsten wieder haben möchten?

Landgraf: Das freut mich als Veranstalter natürlich. Aber es ist auch nicht ganz aus unserem Hinterkopf verbannt. Vielleicht kommt es ja mal wieder, etwas anders konzipiert...

...zum zehnten Geburtstag der Uferpromenade?

Landgraf: Ja, möglicherweise. Oder auch 2018 zur Feier der Stadterhebung (1818 wurde Fürth in Bayern zur Stadt I. Klasse erhoben, Anmerkung d. Red.).

Könnte man nicht jetzt schon ein anderes Festival – zum Beispiel von der arg strapazierten Fürther Freiheit – hinaus an die Uferpromenade verlegen?

Landgraf: Das würde so nicht funktionieren. Für diesen Ort braucht man schon etwas Maßgeschneidertes. Und es bleibt immer noch die schwierige Logistik.

Sie waren damals Projektleiter für das Stadtjubiläum, das jetzt schon wieder fünf Jahre zurückliegt. Dabei, so hat man das Gefühl, war das alles doch erst gestern...

Landgraf: Die Floskel, wie schnell die Zeit vergeht, hat schon ihre Berechtigung. Ich wohne in der Nähe der Uferpromenade, radle also jeden Tag dort vorbei. Und wenn ich an die Menschenmassen denke, die dort vor fünf Jahren feierten, dann ist das einfach ein gutes Gefühl. Da hallt noch etwas nach. 

Interview: Johannes Alles

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