Samstag, 16.02.2019

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Fürth lädt zur Zeitreise mit der Bahn

Nachbau des historischen Ludwigsbahnhofs zum Bahnjubiläum - 09.08.2010

Luftige, aber eindrucksvolle Konstruktion: die Attrappe des einstigen Ludwigsbahnhofs auf der Fürther Freiheit. © Stadt Fürth


Über 120 Jahre nach seiner Erbauung entstand der einstige Prachtbau - ähnlich wie zeitweise das Berliner Stadtschloss - mittels Planentechnik zu temporärem Leben. Der "potemkinsche Bahnhof" vermittelt mit einer Ausstellung zur Fürther Verkehrsgeschichte einen hautnahen Eindruck aus den Kindertagen der Bahn. Die Attrappe dient vom 13. bis 26.8. als Kulisse für ein kleines, aber feines Rahmenprogramm.

 Im Mittelbau der Attrappe befindet sich ein Bahnhofskiosk, der von 10 bis 19 Uhr Souvenirartikel zum Bahn-Jubiläum verkauft. In der Konrad-Adenauer-Anlage gleich nebenan gibt es täglich um 19.30 Uhr Interessantes und Wissenswertes rund um das Thema Eisenbahn zu erfahren - am Freitag, 13.8., den Vortrag über die Fürther Verkehrsgeschichte. Stadtheimatpfleger Alexander Mayer präsentiert während der gesamten Standzeit des Bahnhofs die Ausstellung "Zu Lande, zu Wasser und in der Luft". In seinem Vortrag geht er auf die lokale Verkehrsgeschichte und speziell auf das Thema Bahn ein.

Die Herausforderung, ein solches Gebäude wieder erstehen zu lassen und dessen technische Besonderheiten erläutert Boris Hauptmannl, Projektleiter des Nachbaues. Eine Lesung mit Veit Bronnenmeyer folgt am Samstag, 14.8.. Der Fürther Krimiautor liest aus dem Sammelband "Tatort Franken" seine Geschichte "Mord im Regionalexpress" zwischen Bayreuth und Nürnberg vor. Am Sonntag, 15.8., folgt eine "Musikalische Lesung" mit Thilo Wolf und Ewald Arenz. Die Künstler geben darin einen kleinen Vorgeschmack auf das Musical voll Witz, Gefühl und Musik, das im Oktober im Stadttheater Premiere haben wird. Es folgt am Montag, 16.8., ein Vortrag von Rainer Mertens vom DBMuseum Nürnberg über "Fürth und die bayerische Eisenbahnpolitik im 19. Jahrhundert". Mertens spannt den Bogen dabei bis in die Gegenwart und geht der Frage nach, welche Perspektiven der Schienennahverkehr in der Region in Gegenwart und Zukunft besitzt.

Am Dienstag, 17.8., folgt eine Lesung mit Friedhelm Sikora, das Programm für Mittwoch, 18.8., sieht eine Comedy mit Michael A. Tomis vor - eine Mischung aus Comedy, Kabarett, Schauspiel und Klamauk, frech, ironisch und manchmal böse, aber immer mit einem Augenzwinkern. Literarische Miniaturen von 27 Autoren (ars vivendi Verlag, Donnerstag, 19.8.) und " Jazz & More" (Kevin Welch Duo, Freitag, 20.8.), sowie eine Podiumsdiskussion "175 Jahre Eisenbahn in Fürth. Quo Vadis?" folgen. Die Diskussionsrunde beleuchtet den aktuellen Zustand des Schienenverkehrs in Fürth (Montag, 23.8.). Den Abschluss der Zeitreise bildet ein rauschendes Fest rund um den Bahnhofs-Nachbau (27. bis 29. 8.).-fs- 

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