Donnerstag, 15.11.2018

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Barfußpfad in Enderndorf am See feiert Jubiläum

Einrichtung wurde vor zehn Jahren ins Leben gerufen - Neue Attraktionen - 26.07.2018 05:59 Uhr

Die kleinen Besucher des Wettelsheimer Kindergartens unterziehen die neuen Himmelschwingliegen am Enderndorfer Barfußpfad einem ersten Härtetest. Am Sonntag feiert die Einrichtung ihr zehnjähriges Bestehen. © Jürgen Leykamm


Der große Erfolg, freut nicht nur den Touristikverband "Sonnenseite Brombachsee", der das Projekt 2008 initiierte und sozusagen aus dem Waldboden stampfte. Der Pfad ist rund zwei Kilometer lang und mit zahlreichen Gehfeldern bestückt. So gilt es unter anderem über Kirschkerne, Sägespäne, Hopfenranken oder Tannenzapfen zu laufen – aber auch über Glasscherben. Besonders beliebt sind der Bachlauf, das Moor- sowie das Wasserbecken. Einen eher zufällig entstandenen Matschbereich will auch keiner der Besucher mehr missen.

Neu sind nun zwei sogenannte "Himmelschwingliegen" aus wetterfestem Holz und Edelstahl am Stockheimer Ende des Weges. Von ihnen lässt sich herrlich in die Baumwipfeln blinzeln. 45 000 Euro kosten die Wiegeliegen, die Anschaffung war nicht ganz leicht zu stemmen. Ermöglicht wurde sie mittels der zahlreichen Spenden, die jährlich für den kostenfrei begehbaren Pfad entrichtet werden.

Die Gelder kommen aber zum großen Teil der intensiven Pflege zugute. Ein unermüdliches Trio des Touristikverbands durchkämmt im Wechsel alle zwei Tage den Pfad und bringt ihn, wo nötig, wieder auf Vordermann. Dank der Spendenfreude bleiben dann aber immer noch Mittel übrig, um alle zwei bis drei Jahre eine neue Attraktion installieren. Neben den Liegen erwarten die Besucher auch neue Infotafeln. Erstmalig können sich die Gäste so auch am Stockheimer Ende orientieren. Beim Enderndorfer Einstieg erscheinen die Wände in neuem Gewand.

Mit etwas Fantasie lässt sich übrigens der aufgezeichnete Rundweg als Teil des Gesamtpfades als angedeuteter Fuß erkennen. "Das war aber keine Absicht", schmunzelt Verbandschef Otto Ringer beim Pressegespräch vor Ort. Die Tafeln weisen auch das Höhenprofil des Pfades aus, das erklärt, warum man etwas Zeit mitbringen sollte. 43 Meter misst der Unterschied zwischen dem höchsten und dem tiefsten Punkt. Herzstück des Pfades ist das sogenannte Rondell, das seit Frühjahr mit einem festen Holzdach versehen ist und Schutz bei Regen bietet. Nach einer Pause warten entlang der weichen Waldwege verschiedene Geschicklichkeitsübungen.

Das bunte Programm startet am Sonntag um 11 Uhr, gegen 13 Uhr geht ein kurzer offizieller Teil über die Bühne. Um 14 Uhr tritt der maghrebinische Zauberer Mosche Karlo auf. Den ganzen Nachmittag über locken weitere Aktionen: Künstler Ulrich Hallmeyer lässt in seine Holzwerkstatt blicken, Gesundheitstrainerin Margot Löffler führt in die Kneipp’sche Lehre ein und zeigt Massageanwendungen. Es können farbige Fußabdrücke erstellt werden, Bastel- und Spielstationen sind aufgebaut und bei der Barfußpfadrallye winken schöne Preise.  

Jürgen Leykamm E-Mail

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